Landesärztekammer HessenHausärztin als Vize-Präsidentin bestätigt

Nach der jüngsten Kammerwahl in Hessen ist nun auch das Präsidium bestimmt: Mit Dr. Edgar Pinkowski ist ein neues Gesicht an der Kammerspitze vertreten. Monika Buchalik, die auch im Deutschen Hausärzteverband aktiv ist, tritt eine neue Amtszeit als Vize an.

Der Anästhesist und Schmerztherapeut Dr. Edgar Pinkowski ist neuer Präsident der Landesärztekammer Hessen. Mit 45 von 78 abgegebenen Stimmen hat ihn die neue Delegiertenversammlung in ihrer konstituierenden Sitzung am Samstag (25. August) zum Nachfolger von Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach gewählt. Allgemeinmedizinerin Monika Buchalik, Kandidatin der Liste „Ärztinnen in Hessen“ und dritte Vorsitzende des Hessischen Hausärzteverbandes, wurde im Amt der Vizepräsidentin bestätigt. Sie setzte sich in der Stichwahl im zweiten Wahlgang  mit 42 Stimmen gegen Dr. Hans-Christian Piper (Marburger Bund) durch, für den 36 Delegierte gestimmt hatten.

Unter anderem die Umsetzung der neuen Weiterbildungsordnung im Sinne der jungen Kollegen genieße für ihn hohe Priorität, betonte der neue Kammerpräsident Pinkowski nach seiner Wahl. Der Deutsche Ärztetag hatte im Mai die Novelle der Musterweiterbildungsordnung – ein Dekadenprojekt – beschlossen. Der Deutsche Hausärzteverband plädiert dabei für eine schnelle Umsetzung durch die Landesärztekammern, die nun am Zug sind.

Besonderes Gewicht misst Pinkowski darüber hinaus der Digitalisierung im Gesundheitswesen bei. „Hier muss sich die Ärzteschaft kritisch und nicht als Neinsager einbringen. Allerdings können Ärzte nicht durch die Telemedizin ersetzt werden.“

Stimmenrückgang für Hausärzte

Vom 24. Mai bis zum 6. Juni hatten die hessischen Vertragsärzte ihre neuen Vertreter für die Wahlperiode bis 2023 gewählt. Die hausärztliche Fraktion musste bei der jüngsten Kammerwahl einen Stimmenrückgang verbuchen (1.784 Stimmen; 2013: 2.176 Stimmen). Der Marburger Bund (MB) stellt künftig die stärkste Fraktion (3.940 Stimmen), gefolgt von den Fachärzten auf Platz zwei (3.293 Stimmen). Insgesamt standen Kandidaten von elf Listen zur Wahl, was für ein zersplittertes Wahlergebnis sorgte.

Der Präsident wird trotz des Wahlausgangs weiter von der Liste der Fachärzte gestellt. Auf Dr. Susanne Johna für den MB, die ebenfalls für das Präsidentenamt kandidiert hatte, entfielen 33  Stimmen. Der bisherige Amtsinhaber von Knoblauch zu Hatzbach (70), wie Pinkowski Kandidat der Fachärzte und über zwei Wahlperioden an der Kammerspitze, war „aus persönlichen Gründen“ nicht mehr zur Wahl angetreten, wie es auf Anfrage hieß.

Vizepräsidentin für hausärztliche Interessen

Für die Hausärzte in Hessen ist von Bedeutung, dass sich Buchalik als Vizepräsidentin im Amt bewähren konnte. Denn nach der jüngsten Wahl musste die Fraktion aufgrund des schwachen Wahlergebnisses zwei Sitze abgeben (11 Sitze, 2013: 13 Sitze). Der Hausärzteverband hatte im Vorfeld der Wahl explizit zur Teilnahme an der Briefwahl aufgerufen. In der Delegiertenversammlung der Kammer müssten sich die Hausärzte „stets hellwach der Begehrlichkeiten anderer Fachgruppen erwehren“, betonte Vize-Landesverbandschef Michael Thomas Knoll in einem Rundschreiben.

„Die Zunahme der Sitze für den Marburger Bund (MB) spiegelt die Zunahme der angestellten Ärzte in den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) und den Krankenhäusern wieder, die ihre Interessen durch den MB vertreten sehen“, erklärte Jutta Willert-Jacob, Hausärztin in Haiger, Vorstandsmitglied des hessischen Hausärzteverbands und Kandidatin der Liste 9 „Die Hausärzte“, nach der Wahl auf Anfrage von „Der Hausarzt“. „Es bedeutet, dass sich in Zukunft vermehrt die Interessen der angestellten Ärzte und der Klinikvertreter gegen die ambulante Medizin durchsetzen werden.“

Umso wichtiger ist Hausärztin Buchalik als Vizepräsidentin im Vorstand. Sie erklärte nach der Wahl am Samstag, sich vor allem für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf und eine bessere Honorierung einsetzen zu werden. „Das Thema Fort- und Weiterbildung ist mir während meiner berufspolitischen Laufbahn außerdem ins Blut übergegangen, daher möchte ich mich in diesem Bereich besonders engagieren und die junge Ärztegeneration fördern.“

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