Appell an die PolitikLandeshausärzteverbände warnen vor “Corona-Nebenwirkungen”

Das strikte Kontaktverbot zeitigt einige Nebenwirkungen, die der Gesundheit abträglicher sind, als das sie nützen. Darauf weisen viele Landeshausärzteverbände hin.

Das strikte Kontaktverbot zeitigt einige Nebenwirkungen, die der Gesundheit abträglicher sind, als das sie nützen. Darauf weisen viele Landeshausärzteverbände hin.
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In der Corona-Epidemie haben sich die Landeshausärzteverbände in den vergangenen Wochen nicht nur in Form teils kreativer Projekte eingebracht (“Der Hausarzt” 7/20), sondern mitunter auch deutlich an die Politik appelliert und dabei vor negativen Begleiterscheinungen der Krise gewarnt. Scharf kritisierten sie etwa die kurzfristige Nicht-Verlängerung der Telefon-AU (www.hausarzt.link/FyRrh).

Ebenso erlebten Hausärzte, dass Patienten den Besuch einer Praxis trotz akuter oder chronischer Erkrankung meiden, warnte Dr. Ulf Zitterbart, Vorsitzender des Hausärzteverbands Thüringen. “Mitunter wird erst im Hausbesuch festgestellt, dass man einen dramatischen Verlauf nicht mehr verhindern kann.”

Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hatte auf die Problematik aufmerksam gemacht (www.hausarzt.link/t8mKK). In Thüringen sei seit Anfang April der überwiegende Teil der Hausärzte mit Schutzkleidung versorgt, nahm Zitterbart Ängste vor einer Infektion in Praxen.

In Baden-Württemberg hat der Verband an die Politik appelliert, getroffene Maßnahmen kritisch zu hinterfragen und weiter zu lockern als bei Redaktionsschluss geschehen. Die Vorsitzenden Dr. Berthold Dietsche und Dr. Frank-Dieter Braun sprechen sich zum Beispiel für ein “sinnvolles Testen” aus (www.hausarzt.link/1iagS). “Flächendeckende Abstrichtests für alle Personen verbrauchen zu viele Ressourcen und helfen nicht bei therapeutischen Entscheidungen.”

In Mecklenburg-Vorpommern haben die Hausärzte unterdessen scharf kritisiert, dass die Landesregierung die Gesundheitsämter angewiesen hatte, täglich eine Liste positiv auf das Coronavirus getesteter Menschen an die Polizeibehörden weiterzuleiten. Dies sei “ein schwerer Tabubruch” und ein “Verstoß gegen die ärztliche Schweigepflicht”, wies Vorsitzender Dr. Stefan Zutz die Maßnahme zurück. Es sei zu befürchten, dass Menschen mit positivem Testergebnis stigmatisiert würden und die Ausbreitung der Epidemie aufgrund einer daraus resultierenden Angst vor Tests gar unterstützt werde.

Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe stellt einen Überblick über die aktuell wichtigsten Abrechnungsziffern, etwa auch zu Telefon- und Videokontakten, für HZV und Kollektivsystem zur Verfügung: www.hausarzt.link/Ds54g

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