Tipps und Tricks für die Praxismitarbeiter*InnenFortbildung macht VERAH® künftig technikfit

Datenschutz, Homepage-Gestaltung, Online-Patienteninfos: Die Aufgaben von Praxismitarbeiterinnen werden immer digitaler. Ab 1. Juli ändern sich daher die IHF-Notfallrefresher Kurse.

Datenschutz, Homepage-Gestaltung, Online-Patienteninfos: Die Aufgaben von Praxismitarbeiterinnen werden immer digitaler. Ab 1. Juli ändern sich daher die IHF-Notfallrefresher Kurse.
© mauritius Images Westend61 Hanno Keppel

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens macht auch vor der alle drei Jahre fälligen „Notfallrefresher“-Fortbildung für Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (VERAH®) und nichtärztliche Praxisassistentinnen (NäPA) nicht Halt.

So werden neben dem Notfallmanagement künftig Kenntnisse zu Digitalisierung und Telemedizin vermittelt. Das Institut für hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband (IHF) als größter Anbieter der Refresher-Kurse setzt dies ab 1. Juli um. „In das Curriculum wird etwa eine Online-Schulung zum Datenschutz aufgenommen“, erklärt IHF-Vorstandsvorsitzender Dr. Hans-Michael Mühlenfeld. „Die Praxismitarbeiterin erhält damit Datenschutz-Kompetenz. Für die Praxis ist das ein Gewinn, denn mit dem Thema auseinandersetzen muss sie sich in jedem Fall.“ Das Team kann Hausärzte bei vielen Aufgaben entlasten (s. Kasten S. 33). So erhalten MFA künftig etwa Informationen zur Gestaltung einer Webseite sowie zur Unterstützung von Patienten beim Bewerten von Online-Gesundheitsinformationen.

Die inhaltliche Ausrichtung hatten Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband zum Jahreswechsel beschlossen (Der Hausarzt 2/19). Das Notfallmanagement inklusive praktischer Übungen macht künftig nur noch die Hälfte der Fortbildung aus. „Die inhaltlichen Anpassungen sind durchaus sinnvoll“, lobt Mühlenfeld.

Künftig 16 statt 20 Stunden

Darüber hinaus ändern sich nicht nur die Inhalte, sondern auch die Dauer der „Notfallrefresher“-Fortbildung – explizit als Reaktion auf die Kritik des IHF, erklärt Mühlenfeld. Waren bisher mindestens 20 Stunden Fortbildung alle drei Jahre Pflicht, so sind es künftig nur noch 16 Stunden. Die Verschlankung der Dauer sei deutlich praxisgerechter, zumal nach achtstündiger Präsenz-Fortbildung Inhalte online gelehrt werden könnten. Alle drei Jahre 20 Stunden lang die gleichen Inhalte vermittelt zu bekommen, sei hingegen „rückschrittlich“ gewesen, so Mühlenfeld.

Am dreijährigen Turnus jedoch ändert sich nichts. Auch müssten Praxisinhaber als Arbeitgeber keine Änderungen beachten. Das IHF habe alle Vorgaben der neu ausgerichteten Fortbildung ab 1. Juli implementiert. Chefs könnten ihre Mitarbeiterinnen wie gewohnt zu den „Notfallrefresher“-Kursen anmelden – und merken die Neuerung erst, wenn ihre VERAH® künftig auch in puncto Digitalisierung qualifiziert entlasten kann. Zudem gibt es künftig Lerninhalte zu Telemedizin, Praxishomepage oder Patienten-Apps und vieles mehr.

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