kurz + knappGKV-Aus für Stents bei intrakraniellen Stenosen

Intrakranielle Stenosen dürfen zukünftig nur noch bei bestimmten Patientengruppen mit dem Einsatz von Stents behandelt werden. Den weitgehenden Ausschluss von der stationären Behandlung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) Mitte September beschlossen.

Für Patienten, die aufgrund einer hochgradigen intrakraniellen Stenose einen akuten Gefäßverschluss haben und bei denen alternative Therapiekonzepte nicht in Betracht kommen oder versagen, übernehmen weiterhin die gesetzlichen Kassen den Einsatz von Stents. Das gilt auch für Patienten mit einer intrakraniellen Stenose mit einem Stenosegrad von mindestens 70 Prozent, die nach einem stenosebedingten Infarkt trotz nachfolgender intensiver medikamentöser Therapie mindestens einen weiteren Infarkt erlitten haben. Die Intervention soll mit ausreichendem zeitlichem Abstand zum letzten Ereignis erfolgen.

"Nach Auswertung des aktuellen medizinischen Wissensstands muss das Indikationsspektrum für den Einsatz von Stents zur Behandlung von Blutgefäßverengungen im Gehirn sehr stark eingeschränkt werden. Die Ergebnisse randomisierter und kontrollierter Studien sprechen für ein Schadenspotenzial der Methode bei den untersuchten Patientengruppen, die einen breiten Einsatz im Rahmen der Sekundärprävention des Schlaganfalles gegenwärtig nicht rechtfertigen lassen", erklärt Dr. Harald Deisler, unparteiisches Mitglied im G-BA.

Die Entscheidung war laut G-BA schwierig und langwierig und wäre fast an dem gesetzlich vorgeschriebenen Neun-Stimmen-Quorum gescheitert. Nun prüft das Bundesgesundheitsministerium den Beschluss. Beanstandet es diesen nicht, tritt der Beschluss nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

Intrakranielle arterielle Stenosen können zu einer Minderdurchblutung der durch sie versorgten Gehirnregionen führen, schreibt der G-BA. In der Folge steigt das Schlaganfallrisiko in den betroffenen Gehirnregionen dauerhaft an. Die medikamentöse Therapie ist dabei eine auf die individuelle Patientenkonstellation ausgerichtete antithrombotische Therapie in Kombination mit Statinen und einer optimierten Blutdruckeinstellung. Um das Wiederauftreten einer Stenose zu verhindern, gewann in den letzten Jahren die Einlage von Stents in das zuvor aufgeweitete Blutgefäß zunehmend an Bedeutung.

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