Neue ImpfempfehlungGesamte Schweiz wird FSME-Risikogebiet

Die Schweiz sagt der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) den Kampf an: Nach einem deutlichen Anstieg der Fallzahlen soll nun eine neue Impfempfehlung helfen.

Die Schweiz sagt der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) den Kampf an: Nach einem deutlichen Anstieg der Fallzahlen soll nun eine neue Impfempfehlung helfen.
FSME-Gefahr durch Zecken: Die Schweiz will nun mit einer neuen Impfempfehlung gegensteuern. © Smileus / fotolia.com

Köniz. Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) will laut einem Medienbericht das gesamte Land zum FSME-Risikogebiet erklären. Die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist in der Schweiz zuletzt immer öfter aufgetreten. „Wir wollen, dass die Zahl der Ansteckungen wieder sinkt“, sagte der Leiter der Sektion Impfempfehlungen beim BAG, Mark Witschi, dem „Tages-Anzeiger“.

Laut dem Bericht zählte das Schweizer Bundesamt im vergangenen Jahr 380 FSME-Fälle – ein Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zu 2017. Im Vergleich zum Jahr 2016 haben sich die Fallzahlen sogar fast verdoppelt. Das BAG hofft nun, den Trend mit der eindeutigen Impfempfehlung umkehren zu können und die Impfrate zu verbessern. Derzeit sind nur rund 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung gegen FSME geimpft.

In der Regel wird FSME durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen. Bei 100 Menschen, die von einer infizierten Zecke gebissen werden, bricht die Krankheit Experten zufolge bei etwa 30 aus.

In Deutschland wurden vom zuständigen Robert Koch-Institut im Jahr 2017 insgesamt 485 FSME-Erkrankungen erfasst – 40 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Risikogebiete liegen vor allem in Süddeutschland. Für 2018 wurden noch keine abschließenden Daten bekanntgegeben.

Quelle: dpa

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