Eine gehörige Portion Eigenlob

Berlin. Die generalistische Pflegeausbildung macht den Pflegeberuf „moderner und attraktiver“, Patienten „profitieren von Verbesserungen der Personalausstattung in Krankenhäusern“, die Hebammenausbildung „wird attraktiver“. Und auch das unter Ärzten umstrittene Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) „verbessert“ die Versorgung auf dem Land und sorgt dafür, dass gesetzlich Versicherte „schneller einen Termin beim Facharzt“ bekommen. Keine Frage: Zur offiziellen Halbzeitbilanz der aktuellen Bundesregierung sparen weder die große Koalition noch das Bundesgesundheitsministerium mit Eigenlob. Das zeigt ein Blick in das 88 Seiten starke Dokument zur Groko-Halbzeit, das sich die Koalitionäre bereits zu Beginn ihrer Amtszeit in den Koalitionsvertrag geschrieben hatten und das sie nun am Donnerstag (7. November) vorgelegt haben.

Der Bereich Gesundheit und Pflege wird in dem Dokument nicht explizit genannt, sondern fließt bei Arbeit und Soziales ein. Und das trotz der hohen Schlagzahl gerade im Ressort Gesundheit: In der ersten Hälfte der Wahlperiode hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) 18 Gesetze auf den Weg gebracht. Die Halbzeitbilanz seines Ministeriums ist passend dazu mit „Wir machen Tempo“ überschrieben – dabei hatte eine Analyse von „Der Hausarzt“ bereits im Vorfeld der offiziellen Halbzeitbilanz gezeigt, dass dieses hohe Tempo aus hausärztlicher Sicht kritisch zu hinterfragen ist.

Die nun vorliegende Zwischenbilanz gibt dabei nicht nur eine Übersicht über bereits Geschafftes – von der Wiederherstellung der Parität von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bei GKV-Beiträgen als Startpunkt der Gesetzgebung über den Ausbau der Krebsforschung bis hin zum scharf diskutierten TSVG. Unter dem Punkt „Was wir noch vorhaben“ gibt es darüber hinaus einen kurzen Ausblick: So wolle die Koalition eine Reform der Vergütungssysteme für niedergelassene Ärzte zumindest „diskutieren“, auch wenn Spahn selbst jüngst offenlegte, dass er eine GOÄ-Reform mit dem aktuellen Koalitionspartner nicht sehe. Auch die Notfallreform wird mit zumindest vier Zeilen bedacht: „Dafür sollen die ärztlichen Bereitschaftsdienste mit den Notfallambulanzen der Krankenhäuser und den Rettungsdiensten der Länder künftig enger zusammenarbeiten“, heißt es. Ab 2021, unterstreicht das Dokument, sollen Patienten die elektronische Patientenakte auch per Smartphone nutzen können sollen.

E-Mail-Adresse vergessen? Schreiben Sie uns.
Passwort vergessen? Sie können es zurücksetzen.
Nur wenn Sie sich sicher sind.

Sie haben noch kein Passwort?

Gleich registrieren ...

Für Hausärzte, VERAH® und ÄiW (Allgemeinmedizin und Innere Medizin mit hausärztlichem Schwerpunkt) ist der Zugang immer kostenfrei.

Mitglieder der Landesverbände im Deutschen Hausärzteverband profitieren außerdem von zahlreichen Extras.


Persönliche Daten

Ihr Beruf

Legitimation
Die Registrierung steht exklusiv ausgewählten Fachkreisen zur Verfügung. Damit Ihr Zugang freigeschaltet werden kann, bitten wir Sie, sich entweder mittels Ihrer EFN zu legitimieren oder einen geeigneten Berufsnachweis hochzuladen.
Einen Berufsnachweis benötigen wir zur Prüfung, wenn Sie sich nicht mittels EFN autorisieren können oder wollen.
Mitglied im Hausärzteverband
Mitglieder erhalten Zugriff auf weitere Inhalte und Tools.
Wir verifizieren Ihre Mitgliedschaft anschließend.

Newsletter
Sie stimmen zu, dass wir Ihre E-Mail-Adresse für diesen Zweck an unseren Dienstleister Mailjet übermitteln dürfen. Den Newsletter können Sie jederzeit wieder abbestellen.

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl
Alle der unten angegebenen Newsletter
Alle hausärztlich relevanten Ereignisse und News
Nur Meldungen aus der (Berufs-)Politik
Nur Praxiswissen (Abrechnung, Organisation)
Nur Meldungen aus Medizin und Wissenschaft
Neue Spickzettel, Checklisten u.ä.
Inhalt und E-Paper neuer HAUSARZT-Ausgaben

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl ändern/abbestellen

Wenn Sie für Ihr bestehendes Newsletter-Abo andere Themen auswählen oder den Newsletter abbestellen wollen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an und wählen Sie die gewünschte Funktion. Wir senden Ihnen dann eine E-Mail zur Bestätigung.

Nach oben