ZuckerreduktionDiabetesexperten erteilen geplantem Rat eine Absage

Hersteller von Tiefkühlpizzen und Co. sollen künftig weniger Zucker, Salz und Fett in ihre Produkte packen, ein Begleitgremium soll die Entwicklung bewachen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft hat die Teilnahme in diesem nun abgelehnt.

Hersteller von Tiefkühlpizzen und Co. sollen künftig weniger Zucker, Salz und Fett in ihre Produkte packen, ein Begleitgremium soll die Entwicklung bewachen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft hat die Teilnahme in diesem nun abgelehnt.
Klare Absage: Die DDG will nicht im geplanten Rat des Bundesernährungsministeriums sitzen.© kana - stock.adobe.com

Berlin. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) lehnt eine Teilnahme im Expertengremium von Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) zu gesünderen Fertigprodukten ab. Der Grund: Forscher könnten zu wenig mitreden. „In seiner jetzigen Form hat die Wissenschaft in dem Gremium praktisch keinen Einfluss auf die Formulierung konkreter Reduktionsziele“, teilte der Präsident der Gesellschaft, Prof. Dirk Müller-Wieland, am Dienstag (12. Februar) mit. „Bisher bleiben diese weit hinter dem zurück, was aus wissenschaftlicher Sicht notwendig wäre, um den Anstieg von Übergewicht und Diabetes in Deutschland zu stoppen.“

Klöckner will, dass die Nahrungsmittelbranche schrittweise weniger Zucker, Salz und Fett in Fertigprodukte wie Tiefkühlpizza oder Müsli packt. Dabei soll sich die Branche freiwillig auf Reduktionsziele verpflichten – Kritiker fordern dagegen verbindliche Vorgaben. Ein Begleitgremium soll den Prozess im Auge behalten.

Klöckner bedauerte die Absage. Wer nicht mitmache, nehme sich die Möglichkeit, sich konstruktiv einzubringen, sagte sie. Aus ihrem Ministerium hieß es, der Prozess werde „auch weiterhin mit einem engen wissenschaftlich fundierten Monitoring begleitet“ und sei transparent und überprüfbar. Die externe Beteiligung sei „ausdrücklich erwünscht“, der Deutschen Diabetes Gesellschaft stünden die Türen weiter offen. Bei der ersten Tagung des Gremiums am Dienstag habe es engagierte und positive Diskussionen gegeben.

Die DDG betonte, man sei weiterhin bereit „zu einem konstruktiven Dialog“ mit dem Ernährungsministerium „beispielsweise über eine für alle Bevölkerungsgruppen verständliche Lebensmittelkennzeichnung oder den Schutz von Kindern vor Werbung für ungesunde Produkte“.

In Deutschland gelten laut Ministerium 47 Prozent der Frauen, 62 Prozent der Männer und 15 Prozent der Kinder als übergewichtig.

Quelle: dpa

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