MedikamentenbetrugVersiegelte Medikamente lassen sich leicht manipulieren

Die vorgeschriebene irreversible Versiegelung von Medikamentenverpackungen funktioniert in vielen Fällen nicht. Zu diesem Befund kommt eine akademische Studie.

Die vorgeschriebene irreversible Versiegelung von Medikamentenverpackungen funktioniert in vielen Fällen nicht. Zu diesem Befund kommt eine akademische Studie.
© Cecilie_Arcurs - iStockphoto

Versiegelte Verpackungen verschreibungspflichtiger Medikamente lassen sich mit einfachsten Mitteln unerkannt öffnen und manipulieren. Das ergab eine Studie der Hochschule Fulda und der Fachzeitschrift “adhäsion”.

Die Wissenschaftler haben die Verpackungen 50 gängiger Medikamente in Deutschland untersucht. 48 davon ließen sich an den Klebekanten problemlos öffnen und danach neu verkleben, ohne dass dies mit bloßem Auge zu erkennen war. 42 Siegel ließen sich ohne Beschädigung der Schachtel entfernen. Einige hatten so viel Klebekraft, dass die Forscher sie erneut verkleben konnten. Andere konnten durch neue Siegel ersetzt werden. Dabei müssten seit Februar 2019 laut EU-Verordnung alle verschreibungspflichtigen Medikamente nach dem Öffnen eine sichtbare, irreversible Beschädigung der Unversehrtheit der Verpackung hervorrufen.

Der Studienleiter hält Manipulationen in Deutschland zwar für wenig wahrscheinlich. Doch bei Reimporten und zahlreichen Importen gängiger Arzneien aus asiatischen Ländern mit weniger streng kontrollierten Lieferketten seien diese Defizite nicht akzeptabel. Notwendig seien bessere Verklebungen der Verpackungen, auch bräuchte es klarere Vorschriften seitens des Gesetzgebers.

Quelle: Mörer A: Versiegelte Medikamente lassen sich kinderleicht manipulieren; www.springerprofessional.de/verbindungstechnik/werkstofftechnik/versiegelte-medikamente-lassen-sich-kinderleicht-manipulieren/17917724

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