DEGAM informiertPenicillin lieber 5 als 10 Tage?

Je kürzer eine Penicillin-Therapie angewendet werden muss desto besser. Die Wirksamkeit leidet darunter nicht, belegt jetzt eine schwedische Studie.

Je kürzer eine Penicillin-Therapie angewendet werden muss desto besser. Die Wirksamkeit leidet darunter nicht, belegt jetzt eine schwedische Studie.
© Kurhan stock.adobe.com

Patienten mit Streptokokken-Angina und stärkeren Beschwerden soll – nach deutschen und internationalen Leitlinien – Penicillin angeboten werden, um die Beschwerden zu verkürzen. Die DEGAM-Leitlinie (die derzeit aktualisiert wird) rät zu einer 7-tägigen Therapie, in Schweden sind es 10. Um Resistenzen und Nebenwirkungen zu vermeiden, ist eine möglichst kurze Therapie wünschenswert.

Die nationale schwedische Gesundheitsbehörde hat daher untersucht, ob eine 5-tägige Therapie auch nicht schlechter ist. Für einen gleichmäßig hohen Wirkstoffspiegel im Blut wurde Penicillin auf 4 Dosen pro Tag aufgeteilt (4 x 800 mg). Für die Studie wurden in 17 Hausarztzentren Patienten ab sechs Jahren (Centor-Score 3-4, positiver Streptokokkenschnelltest) rekrutiert. 433 Patienten wurden zur 10-tägigen (3 x täglich Penicillin) oder 5-tägigen Therapie (4 x täglich) randomisiert.

Vorab stand fest, dass nur ein Unterschied über 10 Prozent in der Heilungsrate klinisch relevant ist. In der 10-Tages-Gruppe waren 93 Prozent, in der 5-Tages-Gruppe 90 Prozent eine Woche nach Ende der Therapie geheilt. In der Gruppe, in der die Therapie auf 4 Tagesdosen verteilt war, gingen die Symptome schneller zurück. Bei 5-tägiger Therapie waren die Nebenwirkungen geringer (z.B. 16 vs 21 Prozent Diarrhö, 5 vs 12 Prozent vaginaler Ausfluss/Juckreiz). Zwei Drittel der Patienten würden die kürzere und häufigere Einnahme bevorzugen.

Fazit

Penicillin 4 x 800 mg/Tag über 5 Tage heilte eine Strepotokokkentonsilitis genauso gut wie 3 x 1.000 mg/Tag über 10 Tage. Die Beschwerden wurden schneller gelindert und es traten weniger Nebenwirkungen auf.

http://dx.doi.org/10.1136/bmj.l5337

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