UrteilPatent auf Sofosbuvir bleibt mit Änderungen

Gilead darf sein umstrittenes Patent auf Sofosbuvir behalten – allerdings mit Änderungen. Das hat das Europäische Patentamt im September entschieden. Die Organisationen Ärzte ohne Grenzen und Ärzte der Welt scheiterten demnach weitgehend mit ihrem Versuch, das Patent auf den Wirkstoff aufheben zu lassen. Nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen können 90 Prozent der Hepatitis-C-Patienten, die […]
Leber auskultiert: Was hat die Heilung wohl gekostet? © rommma - Fotolia

Gilead darf sein umstrittenes Patent auf Sofosbuvir behalten – allerdings mit Änderungen. Das hat das Europäische Patentamt im September entschieden. Die Organisationen Ärzte ohne Grenzen und Ärzte der Welt scheiterten demnach weitgehend mit ihrem Versuch, das Patent auf den Wirkstoff aufheben zu lassen.

Nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen können 90 Prozent der Hepatitis-C-Patienten, die mit Sofosbuvir behandelt werden, in zwölf Wochen geheilt werden. Durch das europäische Patent hat Gilead aber eine Monopolstellung und kann hohe Preise für den Wirkstoff verlangen. Was genau am Patent geändert werden muss, blieb bis Redaktionsschluss unklar.

In Europa verlangt das Unternehmen nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen für eine zwölfwöchige Therapie bis zu 43.000 Euro. Das Unternehmen spricht von 30.000 Euro für acht Wochen.

In Ländern, in denen Sofosbuvir nicht von Patenten geschützt ist, kostet die zwölfwöchige Behandlung dagegen laut Ärzte ohne Grenzen nur rund 52 Euro. Nach Angaben eines Sprechers des Patentamtes können die Organisationen Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen.

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