Covid-19 Erste Real-Life-Studien zur Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe

Eine Hersteller-unabhängige Analyse in Israel bestätigt die hohe Wirksamkeit des Biontech/Pfizer-Vakzins. Auch die britische Regierung möchte zeitnah Daten zur Wirksamkeit ihrer Impfkampagne vorstellen. Mit Spannung werden vor allem die Daten zum Astrazeneca-Impfstoff erwartet.

Erste Real-Life-Studien bestätigen die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe

Eine Datenanalyse in Israel bestätigt die hohe Wirksamkeit des Biontech/Pfizer-Präparats im Kampf gegen Covid-19. Die israelische Krankenkasse Clalit hatte 600.000 Menschen in die Untersuchung einbezogen, deren zweite Impfung mindestens eine Woche zurücklag. Israel ist für Biontech/Pfizer quasi ein Modellland.

„In dieser Gruppe gab es 94 Prozent weniger symptomatische Infektionen als in einer Kontrollgruppe noch nicht geimpfter Menschen“, bestätigte eine Clalit-Sprecherin. Bei denjenigen, die sich trotz Impfung infizierten, gab es 92 Prozent weniger schwere Verläufe, so Clalit. Der Großteil der Teilnehmer der Studie, etwa 430.000, waren zwischen 16 und 59 Jahren alt, die übrigen 60 Jahre und älter.

Die beiden Unternehmen hatten als Wirksamkeit Ihres Präparats nach der zweiten Dosis 95 Prozent angegeben.

Israels Impfkampagne zeigt erste Wirkung

Eine andere Analyse hatte zuvor bereits ergeben, dass Menschen, die sich nach einer Corona-Impfung mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizieren, anscheinend weniger Viren als Ungeimpfte reproduzieren – und damit womöglich weniger ansteckend sind. Das gelte schon nach einer einzigen Impfdosis, berichteten israelische Forscher über die vorläufigen Daten.

Auch eine britische Studie bestätigt, dass die Impfung von Biontech/Pfizer vor einer Ansteckung schützt. Das Risiko für eine Infektion sinke nach der ersten der beiden vorgesehenen Dosen wohl um rund 70 Prozent, nach der zweiten um etwa 85 Prozent, jeweils verglichen mit dem Risiko ungeimpfter Menschen. Das teilte die britische Gesundheitsbehörde Public Health England am Montag, den 1. März, unter Berufung auf vorläufige, noch nicht von unabhängigen Experten geprüfte Daten, mit.

Die Coronakrise hat Israel schwer getroffen, das Land hatte mehrmals Lockdowns verhängt. Wie kein anderes Land impft die israelische Regierung seine Bevölkerung, bereits 4,6 Millionen der insgesamt 9,3 Millionen Einwohner haben die Erstimpfung, 3,2 Millionen die Zweitimpfung erhalten. 30 Prozent der Bevölkerung ist jünger als 16 Jahre, dieser Altersgruppe kann das Vakzin bisher noch nicht verabreicht werden.

Zum Vergleich: in Deutschland sind aktuell 3,6 Millionen einfach geimpft und 1,9 Millionen der rund 83 Millionen Bundesbürger vollständig geimpft (Stand: 25. Februar 16:19 Uhr).

Die meisten über 60-jährigen Israelis sind geimpft

Ab April will das Land die Corona-Krise weitgehend hinter sich lassen und strebt eine umfassende Öffnung des Landes an. Medienberichten zufolge sind die meisten über 60-jährigen Israelis geimpft, innerhalb dieser sei die Zahl der Neuinfektionen um 41 Prozent zurückgegangen, 32 Prozent weniger werden in ein Krankenhaus eingeliefert und etwa 27 Prozent weniger seien in lebensbedrohlichem Zustand (Stand: 2. Februar).

London will Daten zur Wirksamkeit von Astrazeneca vorstellen

Noch am Montag (1. März) will auch die britische Regierung Daten über die Wirksamkeit ihrer Impfkampagne präsentieren. Mit Spannung werden vor allem Daten zum Astrazeneca-Impfstoff erwartet. Bisher wird die Wirksamkeit des Vakzins in der Fachinformation der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) mit 60 Prozent beschrieben, die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) und die britische Arzneimittelagentur MHRA gaben eine Wirksamkeit von 70 Prozent an.

„Eine Wirksamkeit von 60 Prozent ist nicht gleichzusetzen mit einer Abmilderung der Erkrankung, sondern dass 60 Prozent der Fälle, die ohne Impfung auftreten würden, verhindert werden“, so die STIKO.

17,5 Millionen Briten haben erste Impfdosis erhalten

In Großbritannien wurden inzwischen 17,5 Millionen Menschen mit einer ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft (Stand: 16. Februar). Trotz massiven Rückgangs der Infektionszahlen, liegen diese noch auf einem verhältnismäßig hohen Niveau, die 7-Tage-Inzidenz lag am 25. Februar bei 108. Das war fast doppelt so hoch wie der Wert in Deutschland (62).

Mit Material von dpa

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