Deutscher Ärztetag Hausarzt will an die BÄK-Spitze

Im Mai wählt der Deutsche Ärztetag einen neuen Präsidenten. Für den Bundesposten hat nun ein weiterer Bewerber seine Kandidatur angekündigt.

Im Mai wählt der Deutsche Ärztetag einen neuen Präsidenten. Für den Bundesposten hat nun ein weiterer Bewerber seine Kandidatur angekündigt.
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Wenn der Deutsche Ärztetag im Mai über die Nachfolge von Prof. Frank Ulrich Montgomery entscheidet, könnte es spannend werden. So hat sich neben Dr. Klaus Reinhardt, Facharzt für Allgemeinmedizin und Vorsitzender des Hartmannbundes, im Januar ein zweiter Kandidat positioniert: Auch der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), Dr. Gerald Quitterer, will für das Amt des Präsidenten der Bundesärztekammer (BÄK) kandidieren. Der Posten des Ärztepräsidenten habe in der gesundheitspolitischen Diskussion großes Gewicht, erklärte er bei der Ankündigung seiner Kandidatur.

Verband begrüßt Kandidatur

Der 62-jährige Quitterer hat seit 33 Jahren eine Hausarztpraxis in der niederbay-erischen Kleinstadt Eggenfelden. Eigenen Angaben zufolge ist er “Hausarzt mit Leib und Seele”; gleichwohl wolle er sich für die Inter- essen von Kollegen aller Facharztgruppen einsetzen, betonte er.

Das Thema Wertschätzung empfindet er dabei als zentral: “Das uns täglich von den Patienten entgegengebrachte Vertrauen und die damit verbundene Wertschätzung für uns Ärzte muss auch in Berlin – auf der Seite der Politik – deutlicher spürbar und erlebbar werden”, erklärte er. Hier sehe er eine “gewisse Diskrepanz”. Quitterer verfügt über mehr als 30 Jahre berufspolitische Erfahrung, etwa im Bayerischen Hausärzteverband oder der KV Bayerns.

Dr. Markus Beier, Vorsitzender des Hausärzteverbands im Land, begrüßt, dass sich Quitterer um die Nachfolge ins Rennen gebracht hat. “Wir freuen uns über die Kandidatur unseres Kollegen und unterstützen Dr. Quitterer als Hausarzt, aber auch als Präsident der BLÄK, in der er sich immer für die Belange aller Ärztinnen und Ärzte in Bayern eingesetzt hat.”

Wer positioniert sich noch?

Montgomery tritt – wie auf dem Deutschen Ärztetag in Erfurt im Mai angekündigt – nach acht Jahren nicht erneut an, sondern fokussiert sich auf die europäische Ebene. Seit Mitte November ist er Präsident der Generalversammlung des Ständigen Ausschusses der Ärzte der europäischen Union (CPME).

Neben den beiden offiziellen Kandidaten Reinhardt und Quitterer werden Medienberichten zufolge auch Dr. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Dr. Susanne Johna, Mitglied im BÄK-Vorstand, und der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. Günther Jonitz, als Kandidaten gehandelt. Der Chef des Marburger Bundes, Dr. Rudolf Henke, habe ein Antreten bisher offen gelassen.

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