SuchtpotentialMissbrauch von Pregabalin vorbeugen

Das Antikonvulsiva steht im Verdacht suchtauslösend zu sein. Ärzte sollten nicht nur die Wechselwirkungen mit anderen Suchtmitteln beachten, sondern Ihre Patienten im Blick behalten.

Das Antikonvulsiva steht im Verdacht suchtauslösend zu sein. Ärzte sollten nicht nur die Wechselwirkungen mit anderen Suchtmitteln beachten, sondern Ihre Patienten im Blick behalten.
© molekuul.be stock.adobe.com

Meldungen von Arzneimittelnebenwirkungen und Anfragen beim Giftnotruf deuten darauf hin, dass Pregabalin für manche Patienten ein Abhängigkeitspotenzial birgt. So haben die Fälle beim Giftnotruf der Charité zur missbräuchlichen Anwendung des Mittels gegen neuropathische Schmerzen zwischen 2013 und 2017 von vier auf 27 Prozent zugenommen. Das berichtet Dr. Ursula Köberle von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Häufig würde Pregabalin zusammen mit Opioiden eingenommen.

Suchtkranke Patienten seien besonders gefährdet, schreibt Köberle. Darauf sollten Ärzte bei der Anamnese achten, bevor sie Pregabalin verschreiben. Ist eine Suchterkrankung bekannt, sollte Pregabalin besser nicht verordnet werden, rät Köberle. Je nach Indikation komme stattdessen Gabapentin infrage. Kann nicht auf Pregabalin verzichtet werden, sollten Patienten engmaschig beobachtet werden. Auf eine Abhängigkeit könne das verfrühte Drängen nach einem neuen Rezept oder der Wunsch nach einer höheren Dosierung hinweisen.

Zudem sollten Ärzte ihre Patienten über mögliche gravierende Entzugsbeschwerden, das Abhängigkeitsrisiko sowie mögliche lebensgefährliche Folgen beim gleichzeitigen Konsum mit Alkohol, Benzodiazepinen oder anderen Drogen aufklären.

Fallserien und epidemiologische Studien hätten immer wieder eine mögliche Abhängigkeit angedeutet, bislang konnte dies in Tierexperimenten aber nicht belegt werden.

Quelle: Köberle U et al. Abhängigkeitspotenzial von Pregabalin. Arzneiverordnung in der Praxis 1-2/20, S. 62-65

E-Mail-Adresse vergessen? Schreiben Sie uns.
Passwort vergessen? Sie können es zurücksetzen.
Nur wenn Sie sich sicher sind.

Sie haben noch kein Passwort?

Gleich registrieren ...

Für Hausärzte, VERAH® und ÄiW (Allgemeinmedizin und Innere Medizin mit hausärztlichem Schwerpunkt) ist der Zugang immer kostenfrei.

Mitglieder der Landesverbände im Deutschen Hausärzteverband profitieren außerdem von zahlreichen Extras.


Persönliche Daten

Ihr Beruf

Legitimation
Die Registrierung steht exklusiv ausgewählten Fachkreisen zur Verfügung. Damit Ihr Zugang freigeschaltet werden kann, bitten wir Sie, sich entweder mittels Ihrer EFN zu legitimieren oder einen geeigneten Berufsnachweis hochzuladen.
Einen Berufsnachweis benötigen wir zur Prüfung, wenn Sie sich nicht mittels EFN autorisieren können oder wollen.
Mitglied im Hausärzteverband
Mitglieder erhalten Zugriff auf weitere Inhalte und Tools.
Wir verifizieren Ihre Mitgliedschaft anschließend.

Newsletter
Sie stimmen zu, dass wir Ihre E-Mail-Adresse für diesen Zweck an unseren Dienstleister Mailjet übermitteln dürfen. Den Newsletter können Sie jederzeit wieder abbestellen.

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl
Alle der unten angegebenen Newsletter
Spicker, Checklisten und Medizin für die hausärztliche Praxis, berufspolitische News, sowie Neues aus Wissenschaft und Organisation
Inhalt und E-Paper neuer HAUSARZT-Ausgaben
Nachrichten aus der Industrie

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl ändern/abbestellen

Wenn Sie für Ihr bestehendes Newsletter-Abo andere Themen auswählen oder den Newsletter abbestellen wollen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an und wählen Sie die gewünschte Funktion. Wir senden Ihnen dann eine E-Mail zur Bestätigung.

Nach oben