KohortenstudieErhöhtes Krebstodrisiko bei Bewegungsmuffeln

Wer (zu) viel Zeit sitzend verbringt, muss vermehrt mit gesundheitlichen Problemen rechnen. Nicht nur Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen drohen, auch das Krebstodrisiko nimmt zu.

Diesen Zusammenhang bestätigt eine prospektive Kohortenstudie anhand objektiv ermittelter Bewegungsdaten – und sie liefert Hinweise, wie Bewegungsmuffel hier gegensteuern können.

Die Datenanalyse umfasste 8.002 schwarze und weiße US-Amerikaner ab 45 Jahren (mittleres Alter 69,8 Jahre, 45,8 Prozent Männer, keine aktive Krebsbehandlung), die an einer Studie zu den Gründen für geografische und ethnische Unterschiede bei Schlaganfällen (REGARDS) teilnahmen.

Ein an der Hüfte getragenes Akzelerometer erfasste sieben Tage lang neben der inaktiv (sitzend oder stehend) verbrachten Zeit auch das Ausmaß körperlicher Aktivität. Während der Nachbeobachtung von im Mittel 5,3 Jahren starben 268 Studienteilnehmer (3,3 Prozent) an Krebs.

In multivariabel-adjustierten Modellen war eine insgesamt längere sitzend verbrachte Zeit mit einem signifikant höheren Krebstodrisiko assoziiert (Terzil 2 versus Terzil 1: Hazard Ratio (HR): 1,45; Terzil 3 versus Terzil 1: HR 1,52). Weniger ausgeprägt galt das auch für längere ununterbrochene Phasen des Sitzens.

Der Ersatz von täglich 30 Minuten Inaktivitätszeit durch leichte körperliche Aktivität hatte einen Rückgang der Krebsmortalität um acht Prozent zur Folge (HR 0,92). Wer stattdessen 30 Minuten moderat bis intensiv körperlich aktiv war, kam sogar auf eine Risikosenkung um 31 Prozent (HR 0,69).

Zwischen einem überwiegend sitzenden Lebensstil und dem Risiko, an Krebs zu sterben, gibt es offensichtlich einen unabhängigen Zusammenhang. Schon zusätzlich eine halbe Stunde mehr körperliche Aktivität täglich, ob leicht (zum Beispiel Spazierengehen), moderat (zum Beispiel Radfahren) oder intensiv (zum Beispiel Seilspringen), ist ein probates Gegenmittel.

Quelle: DOI: 10.1001/jamaoncol. 2020.2045

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