DoppelblindstudiePPI bei Halsbeschwerden nicht besser als Placebo

Stellen sich Patienten mit Beschwerden wie anhaltender Heiserkeit, ständigem Räuspern oder Globusgefühl im Hals vor, erhalten sie oft Protonenpumpenhemmer. Eine britische Studie hat nun die Sinnhaftigkeit einer solchen Therapie untersucht.

Laut Studienautoren braucht es Behandlungsalternativen für Patienten mit Beschwerden im Hals-Rachen-Raum.

Newcastle. Bei Symptomen im Hals-Rachen-Raum wie anhaltender Heiserkeit, ständigem Räuspern oder Globusgefühl helfen Protonenpumpenhemmer (PPI) nicht besser als Placebo. Zu diesem Schluss kam eine randomisierte kontrollierte Doppelblindstudie aus Großbritannien (DOI: 10.1136/bmj.m4903).

Die insgesamt 346 Teilnehmer litten seit mindestens sechs Wochen unter Heiserkeit, Globusgefühl oder ähnlichen Hals- oder Rachenbeschwerden ungeklärter Ursache. 172 Patienten erhielten über insgesamt 16 Wochen zweimal täglich 30 mg Lansoprazol, die restlichen Teilnehmer bekamen ein Placebo.

 Unterschied nicht signifikant

Die zu Beginn und Ende der Studie vorliegenden Symptome bewerteten die Forscher mithilfe des Reflux Symptom Index Score. Dieser besserte sich während der 16 Wochen unter PPI von durchschnittlich 22 auf 17,4 Punkte und unter Placebo von 21,7 auf 15,6 Punkte.

Der Unterschied zwischen den beiden Gruppen war damit statistisch nicht signifikant. Auch nach zwölf Monaten zeigte sich kein Vorteil von Lansoprazol gegenüber Placebo.

Behandlungsalternativen erforschen

Laut Studienautoren sollten Leitlinien daher von der verbreiteten Praxis abraten, solche Beschwerden mit PPI zu behandeln. Zudem bedürfe es besser wirksamen Behandlungsalternativen. Als mögliche zu erforschende Ansätze nannten sie unter anderem Lebensstiländerungen, kognitive Verhaltenstherapie und Stimmtherapie.

Quelle: O’Hara J, Stocken DD, Watson GC et al. Use of proton pump inhibitors to treat persistent throat symptoms: multicentre, double blind, randomised, placebo controlled trial. BMJ 2021;372:m4903. DOI: 10.1136/bmj.m4903

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