ArztgesundheitBürokratie macht Ärzte krank

Viele Ärzte fühlen sich erschöpft, zeigt eine Befragung. Doch es gibt einiges, was Sie dagegen tun können.

Viele Ärzte fühlen sich erschöpft, zeigt eine Befragung. Doch es gibt einiges, was Sie dagegen tun können.
Johanna Dielmann-von Berg© Blende 11 Fotografen

Ärzte sind nicht unverwundbar. Doch ihre eigene Gesundheit ist meist ein Tabu (S. 20). Einen Einblick gibt eine Umfrage unter 600 Ärztinnen und Ärzten, 80 von ihnen hausärztlich tätig: Demnach fühlt sich jeder Zweite erschöpft [1].

Die Hälfte führt ihre depressive Verstimmung oder Burn-out auf den Beruf zurück und besonders auf ausufernde Verwaltung und Dokumentation (65 Prozent der Niedergelassenen, s. Abb.). Auch Vorschriften des Gesetzgebers stehen bei den Gründen hoch im Kurs, dies belastet Niedergelassene deutlich stärker als Klinikärzte (37 versus acht Prozent). 56 Prozent der ambulant tätigen Ärzte wünschen sich daher weniger Vorschriften für ein gesundes Jobumfeld.

Gleichzeitig bietet Ihr Arbeitsumfeld aber einige Schutzfaktoren: So können Sie Ihre Praxis nach Ihren Wünschen gestalten – haben also großen Einfluss auf Ihren Arbeitsplatz. Auch ist dieser sehr sicher, denn die Nachfrage nach medizinischen Leistungen, gerade hausärztlichen, steigt stetig. Sie haben ein Team um sich, das Sie unterstützt, und erleben jeden Tag den Erfolg ihres Handelns. Diese vier Faktoren wirken einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Depression und Burn-out entgegen [2]. Das könnte erklären, warum nur sechs Prozent der Ärzte [1] ihre Symptome als „klinisch manifest“ beschreiben.

Trotzdem sollte man die beobachtet Erschöpfung nicht einfach ad acta legen: Ab Seite 20 geben Experten daher Anregungen, wie Sie stressfreier durch den Praxisalltag kommen. Zusammen mit den vier Hausärztinnen und Hausärzten der „Rauchenden Köpfe“ möchte Ihnen die „Hausarzt“-Redaktion zusätzlich helfen, die Bürokratie im Alltag zu minimieren: Auf Seite 29 erklären wir Ihnen die beiden neuen Spickzettel, die die Verordnungen zum langfristigen Heilmittelbedarf und besonderem Verordnungsbedarf vereinfachen.

Herzlichst Ihre

Johanna Dielmann-von Berg

Stellv. Chefredakteurin „Der Hausarzt“

Quellen

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