Starker Zuwachs50 Millionen Euro in drei Monaten

Neue Zahlen belegen, dass die Ausgaben der Krankenkassen für Psychotherapien deutlich gestiegen sind. Zu den Topverdienern gehören die Fachärzte dennoch nicht.

Neue Zahlen belegen, dass die Ausgaben der Krankenkassen für Psychotherapien deutlich gestiegen sind. Zu den Topverdienern gehören die Fachärzte dennoch nicht.
Über 100.000 Menschen wurden im ersten Quartal 2019 psychotherapeutisch behandelt.© terovesalainen stock.adobe.com

Hannover. Die gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen haben im ersten Quartal dieses Jahres 53 Millionen Euro für Leistungen psychologischer Psychotherapeuten ausgegeben. Das seien knapp 10 Millionen Euro oder 21 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten 2018, teilte der Verband der Ersatzkassen am Dienstag mit. Wie aus der vertragsärztlichen Honorarstatistik hervorgeht, wurden gut 6 Prozent mehr Kassenpatienten psychotherapeutisch behandelt. Ihre Zahl stieg auf 111.674.

Die Praxen können diese Therapien im Gegensatz zu anderen Leistungen ohne Mengenbegrenzung abrechnen. Dies sei ein Beitrag der Kassen, um Wartezeiten für Patienten zumutbar zu gestalten, sagte der Leiter des Verbandes der Ersatzkassen in Niedersachsen, Jörg Niemann.

Insgesamt stiegen die Honorare der Ärzte im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Schnitt um knapp 3 Prozent. Hausärzte erhielten durchschnittlich 74.246 Euro, Fachärzte 93.149 Euro. Spitzenreiter waren nach Verbandsangaben die Laborärzte mit 466.892 Euro vor den Nephrologen (Nierenärzte) mit 328.132 Euro.

Quelle: dpa/lni

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