DepressionScreening-Nutzen für IQWiG unklar

Nutzen und Schaden eines generellen Screenings auf Depressionen durch Hausärzte sind weiter unklar. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Dessen im September publizierter Abschlussbericht bestätigt die vorläufigen Ergebnisse zu dem Thema: Es fehle weiter die wissenschaftliche Grundlage, um eine solche Reihenuntersuchung einzuführen. Laut IQWiG wird bei knapp 12 […]
Skeptischer Blick: Sieht so ein Screening aus?© Alexander Raths - Fotolia

Nutzen und Schaden eines generellen Screenings auf Depressionen durch Hausärzte sind weiter unklar. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Dessen im September publizierter Abschlussbericht bestätigt die vorläufigen Ergebnisse zu dem Thema: Es fehle weiter die wissenschaftliche Grundlage, um eine solche Reihenuntersuchung einzuführen.

Laut IQWiG wird bei knapp 12 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland im Laufe ihres Lebens eine Depression diagnostiziert. Ein Vorteil eines Screenings, etwa in Form eines regelhaften Fragebogens für die Hausarztpraxis, könnte darin bestehen, dass die Diagnose frühzeitig gestellt und eine Therapie begonnen werden kann. Einen Schaden könnte das Screening verursachen, wenn der Test ein falsch-positives Ergebnis ergibt, also eine Depression anzeigt, die Betroffenen aber gar nicht erkrankt sind.

Für den Abschlussbericht standen den Wissenschaftlern dieselben Studien zur Verfügung wie für den Vorbericht: Aus den insgesamt sieben prospektiv geplanten Interventionsstudien ließen sich keine belastbaren Aussagen ableiten.

Denn entweder unterschieden sich die Ergebnisse zwischen Teilnehmern und Nicht-Teilnehmern des Screenings gar nicht oder die Unterschiede waren zu gering, um medizinisch relevant zu sein. Bei den fünf aus Japan stammenden Studien seien die Ergebnisse ohnehin kaum auf den deutschen Versorgungskontext übertragbar.

Auch zu Nutzen und Schaden der zurzeit stark propagierten Screening-Apps gebe es bislang keine Evidenz, betont das IQWiG.

E-Mail-Adresse vergessen? Schreiben Sie uns.
Passwort vergessen? Sie können es zurücksetzen.
Nur wenn Sie sich sicher sind.

Sie haben noch kein Passwort?

Gleich registrieren ...

Für Hausärzte, ÄiW, Medizinstudenten und MFA ist der Zugang immer kostenfrei.

Mitglieder der Landesverbände im Deutschen Hausärzteverband profitieren außerdem von zahlreichen Extras.


Persönliche Daten

Ihr Beruf

Legitimation
Die Registrierung steht exklusiv ausgewählten Fachkreisen zur Verfügung. Damit Ihr Zugang freigeschaltet werden kann, bitten wir Sie, sich entweder mittels Ihrer EFN zu legitimieren oder einen geeigneten Berufsnachweis hochzuladen.
Einen Berufsnachweis benötigen wir zur Prüfung, wenn Sie sich nicht mittels EFN autorisieren können oder wollen.
Mitglied im Hausärzteverband
Mitglieder erhalten Zugriff auf weitere Inhalte und Tools.
Wir verifizieren Ihre Mitgliedschaft anschließend.

Newsletter
Sie stimmen zu, dass wir Ihre E-Mail-Adresse für diesen Zweck an unseren Dienstleister Mailjet übermitteln dürfen. Den Newsletter können Sie jederzeit wieder abbestellen.

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl
Alle der unten angegebenen Newsletter
Alle hausärztlich relevanten Ereignisse und News
Nur Meldungen aus der (Berufs-)Politik
Nur Praxiswissen (Abrechnung, Organisation)
Nur Meldungen aus Medizin und Wissenschaft
Neue Spickzettel, Checklisten u.ä.
Inhalt und E-Paper neuer HAUSARZT-Ausgaben

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl ändern/abbestellen

Wenn Sie für Ihr bestehendes Newsletter-Abo andere Themen auswählen oder den Newsletter abbestellen wollen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an und wählen Sie die gewünschte Funktion. Wir senden Ihnen dann eine E-Mail zur Bestätigung.

Nach oben