EKG-MonitoringTelemedizin kann helfen Herzrhythmusstörungen aufzudecken

Mit mobilem EKG-Monitoring und telemedizinischer Kontrolle können bei Patienten mit Schlaganfällen unbekannter Ursache sowie ungeklärtem Auftreten plötzlicher Bewusstlosigkeit schnell und effizient Herzrhythmusstörungen entdeckt werden. Das zeigt eine Studie aus Bad Neustadt an der Saale, die auf den Herztagen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Berlin im Oktober präsentiert wurde. „Bei 16 bis 21 Prozent solcher […]
P, Q, R, S, T: Das kardiologische Alphabet in der Wolke© markus dehlzeit - Fotolia

Mit mobilem EKG-Monitoring und telemedizinischer Kontrolle können bei Patienten mit Schlaganfällen unbekannter Ursache sowie ungeklärtem Auftreten plötzlicher Bewusstlosigkeit schnell und effizient Herzrhythmusstörungen entdeckt werden. Das zeigt eine Studie aus Bad Neustadt an der Saale, die auf den Herztagen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Berlin im Oktober präsentiert wurde.

„Bei 16 bis 21 Prozent solcher Patienten finden sich relevante Herzrhythmusstörungen, die in der Regel die Weichen für die weitergehende Therapie stellen“, schreiben die Studienautoren.

Zwischen März 2016 und Juni 2018 wurden in der Herz- und Gefäßklinik Bad Neustadt 166 sogenannte Ereignisrekorder, also kleine Überwachungsgeräte zur EKG-Aufzeichnung, implantiert. Alle Patienten wurden bei der Entlassung mit einem elektronischen Datenübermittler ausgestattet, der einmal täglich – in der Nacht – die Daten über eine Basisstation in die Klinik überträgt.

Hauptindikation für die Implantation des Eventrekorders war mit 78 Prozent ein vorangegangener kryptogener Schlaganfall. Im Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 397 Tagen wurden insgesamt 34.697 Episoden detektiert und via Telemonitoring transferiert. Bei 61 Prozent der Patienten wurden automatisiert Vorhofflimmer-Episoden entdeckt, wobei bei 16 Prozent ein neu aufgetretenes Vorhofflimmern verifiziert werden konnte.

Bei 85 Prozent dieser Patienten wurde eine neue Therapie mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten eingeleitet. Bei 21 Prozent der Synkopen-Patienten wurde eine relevante bradykarde Herzrhythmusstörung dokumentiert und in der Folge ein permanenter Schrittmacher implantiert.

Für das mobile EKG-Monitoring könnten in Zukunft statt implantierten Geräten auch moderne Fitness-Geräte wie die Apple Watch infrage kommen, sofern sich die EKG-Daten auslesen lassen, so die Studienautoren.

Quelle: A. Bötsch et al., Telemedizinisches Nachsorgekonzept für Synkopen und kryptogene Schlaganfälle durch Detektion von Arrhythmien mit einem implantierbaren Event / Ereignisrekorder: Erfahrungen und Ergebnisse; Clin Res Cardiol 107, Suppl 3, Oktober 2018

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