Pneumologen: E-Zigarette kein Abstinenzmittel

E-Zigaretten unterstützen Raucher nicht dabei, mit dem Rauchen aufzuhören. Andere Mittel erweisen sich einer Studie zufolge als effektiver.

E-Zigaretten unterstützen Raucher nicht dabei, mit dem Rauchen aufzuhören.  Andere Mittel erweisen sich einer Studie zufolge als effektiver.
Rauchen ist ungesund© pixabay

Zum Rauchstopp bieten E-Zigaretten keinen „sanften Ausstieg“ aus der Sucht, meint die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Das Dampfen könne zwar helfen, zeitweise auf Tabakprodukte zu verzichten. Es führe aber in eine neue Abhängigkeit, deren Folgen Experten bis heute nicht genau abschätzen können (S. 30).

Die DGP stützt sich auf eine Studie mit 886 Rauchern [1]. Diese untersuchte, ob E-Zigaretten bei der Tabakentwöhnung besser helfen als Nikotinersatzprodukte wie Kaugummis oder Pflaster. Nach einem Jahr Dampfen waren zwar doppelt so viele Teilnehmer abstinent wie mit Nikotinkaugummi und Co. Aber 80 Prozent der E-Zigaretten-Raucher, denen es gelungen war, auf Tabakzigaretten zu verzichten, inhalierten nach einem Jahr immer noch regelmäßig E-Zigaretten. In der „Pflaster“-Gruppe nutzten nur neun Prozent ein Jahr später noch den Ersatz.

Viele andere Studien zeigten, dass eine Raucher-Entwöhnung mit E-Zigaretten die Chancen, tatsächlich mit dem Rauchen aufzuhören, sogar verringern kann, ergänzt Prof. Stefan Andreas, Leiter der Lungenfachklinik Immenhausen bei Göttingen. So zeige eine Metaanalyse von 38 Studien, dass die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Raucher-Entwöhnung mit E-Zigaretten um 28 Prozent niedriger ausfällt als ohne E-Zigaretten [2]. Viele Raucher, die auf die E-Zigarette umsteigen, kehren langfristig wieder zur Tabakzigarette zurück, folgert die DGP.

„Wir müssen realisieren, dass die Tabakkonzerne ihren Markt durch die E-Zigarette erweitert haben, um eine größere Zielgruppe an sich zu binden“, erklärt Andreas. Er fordert daher flächendeckend kostenfreie Entwöhnungsprogramme für Raucher.

Unterdessen setzt sich Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für ein Tabakwerbeverbot ein. Das befürworten auch 69 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft mit rund 1.000 Befragten [3]. 75 Prozent unterstützen höhere Steuern für Tabak, ein Rauchverbot auf öffentlichen Straßen und Plätzen lehnt die Hälfte (54 Prozent) ab.

Quellen im Onlineartikel auf https://hausarzt.link/hTPd8

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