Die Doktor-Droge„Ärzte sind die stärkste Medizin“

Auch die beste Therapie bringt weniger Erfolg, wenn die Beziehung zwischen Arzt und Patient versagt. Denn die "Doktor-Droge"kann den Effekt maßgeblich verstärken. Allzu oft gerate das aber in Vergessenheit, sagt Allgemeinmediziner Prof. Frede Olesen. Ein Plädoyer für den Mehrwert sprechender Medizin.

Auch die beste Therapie bringt weniger Erfolg, wenn die Beziehung zwischen Arzt und Patient versagt. Denn die "Doktor-Droge"kann den Effekt maßgeblich verstärken. Allzu oft gerate das aber in Vergessenheit, sagt Allgemeinmediziner Prof. Frede Olesen. Ein Plädoyer für den Mehrwert sprechender Medizin.
Diese Ärztin hat gut Lächeln: Sie ist ja auch eine Droge© mauritius images / Hoxton / Tom Merton

Können Ärzte auch ohne Therapie Beschwerden lindern? In gewissem Maße ja, ist der dänische Hausarzt und Forscher Prof. Frede Olesen von der Universität Aarhus überzeugt. Gerade Hausärzte seien dafür prädestiniert, seien sie doch „Spezialisten für Symptome“. Symptome setzten sich aus zwei Komponenten zusammen: einem Signal von außen und einer Reaktion des Gehirns. „Erwartungen der Patienten beeinflussen, wie sie Beschwerden empfinden“, sagte Olesen, der beim DEGAM-Kongress die Hufeland-Lecture der Stiftung Allgemeinmedizin gehalten hat.

Als ein Beispiel führte er eine Studie mit 66 Migränepatienten an [1]. Eine Stunde nach jeder der 453 Attacken wurde die Schmerzintensität erfasst; eine unbehandelte Attacke diente als Referenz. Um 62 Prozent reduzierten sich die Schmerzen, wenn Patienten Maxalt einnahmen und dies als Maxalt beschriftet war. Um nur noch 38 Prozent verbesserten sich die Beschwerden, wenn sie zwar Maxalt erhielten, aber glaubten, es sei ein Placebo. Nahezu dieses Ergebnis erzielte auch die Placebo-Gabe, wenn dies als Maxalt gekennzeichnet war (minus 30 Prozent). Entscheidend sei daher die Frage, „wie können wir den Filter des Gehirns beeinflussen?“, so Olesen. Seine Antwort: Hausärzte sollten den „Placebo-Effekt“ von Zuwendung besser nutzen. In der Praxis werde aber die persönliche Beziehung zwischen Arzt und Patient für den Therapieerfolg häufig unterschätzt.

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