NTRK-Genfusion Therapie über Tumorarten hinweg

Dieser Artikel ist erschienen inDer Hausarzt 08/2020Seite 60DownloadPDF-Dokument1 Seite(n)Größe: 61,58 kB
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Über zahlreiche Tumorentitäten hinweg finden sich NTRK-Genfusionen, eine Treibermutation, die spezifisch behandelbar ist. Auf einer von Bayer veranstalteten Pressekonferenz in Frankfurt präsentierte Prof. Gerald Prager, Wien, aktuelle Ergebnisse einer gepoolten Analyse zu Larotrectinib mit insgesamt 159 Patienten. Der selektive TRK-Inhibitor ist Tumoren- titätsübergreifend in der EU zugelassen zur Behandlung von soliden Tumoren mit einer NTRK-Genfusion.

“Ein Screening von Patienten auf das Vorliegen einer NTRK-Genfusion sollte aktiv verfolgt werden”, folgert Prager aus den vorliegenden Daten. Insbesondere bei Tumorentitäten, bei denen keine oder wenig suffiziente Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen. Allerdings, schränkt Prager ein, handelt es sich bei der NTRK-Genfusion um eine seltene genetische Abberation. Liegt ein solche jedoch vor, steht mit Larotrectinib (Vitrakvi®) eine sehr wirksame Medikation zur Verfügung.

Bei der gepoolten Analyse von drei klinischen Studien der Phasen I und II konnten bei Erwachsenen und Kindern mit TRK- Fusionstumoren eine objektive Ansprechrate (ORR) von 79% erzielt werden. Die mediane Dauer des Ansprechens betrug 35,2 Monate. Das mediane Gesamtüberleben (OS) lag bei 44,4 Monaten, das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) betrug 28,3 Monate. “Dabei wirkt Larotrectinib unabhängig von der Tumorart”, unterstreicht Prager. Dabei erwies sich das neue Präparat als gut verträglich, die meisten Nebenwirkungen waren vom Grad 1 oder 2.

Quelle: Pressekonferenz: Tumortherapie neu denken! Vom Organ zum onkogenen Treiber. Frankfurt, 27.02.20. Veranstalter: Bayer Vital GmbH

Literatur

1. Hyman DM et al: Ann Oncol 2019; 30 (suppl 5). Poster Präsentation ESMO 2019;Abstract 445PD

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