SchmerztherapieHerz und Magen im Blick

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) spielen in der Schmerztherapie von Arthrose-Patienten eine entscheidende Rolle. Die Fixkombination aus Naproxen und dem PPI Esomeprazol kann Schmerzen lindern und das Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen reduzieren. Naproxen zeigt zudem ein günstigeres kardiovaskuläres Verträglichkeitsprofil im Vergleich zu anderen NSAR.

Naproxen plus Esomeprazol bei der Schmerztherapie eine gute Option

Patienten mit rheumatischen Erkrankungen haben ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko [1]. Das gilt insbesondere für ältere Menschen, bei denen häufig eine Komorbidität wie etwa eine arterielle Hypertonie oder auch ein Diabetes mellitus vorliegt. Ursache scheint die chronische Inflammation zu sein, wobei bestimmte medikamentöse Therapien das kardiovaskuläre Risiko weiter erhöhen können. Das ist vor allem bei der Verordnung traditioneller nicht-steroidaler Antirheumatika (tNSAR) wie auch der Coxibe der Fall.

Ein geringes kardiovaskuläres Risiko besteht hingegen bei der Verordnung von Naproxen. So beträgt das gepoolte relative Risiko für einen akuten Myokardinfarkt bei Ibuprofen 1,14, bei Diclofenac 1,38, bei Celecoxib 1,12 und bei Rofecoxib 1,34, jedoch bei Naproxen nur 1,06 [2]. Die aktuelle Leitlinie zur Therapie der Gonarthrose empfiehlt deshalb die bevorzugte Verordnung von Naproxen bei Patienten mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko [3].

Häufige Nebenwirkungen von NSAR betreffen den Gastrointestinaltrakt. Bei Naproxengabe ist eine gleichzeitige Verordnung von PPI besonders indiziert. Die Adhärenz kann bei Einnahme einer Fixkombination wie einer Kombination aus Naproxen und Esomeprazol (Vimovo®) höher sein. Die Fixkombination mit integriertem Magenschutz kann auch für Patienten mit zugleich erhöhtem kardiovaskulärem Risiko eine gute Option für die Schmerztherapie darstellen.

 

Naproxen plus Esomeprazol: Magenschutz inklusive

Die Einnahme eines nicht-steroidalen Antirheumatikums (NSAR) ist mit einem erhöhten Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen assoziiert. Es wird deshalb die zusätzliche Einnahme eines Magenschutzpräparates empfohlen [3]. Mit der fixen Wirkstoffkombination von Naproxen und Esomeprazol (Vimovo®) ist bei der NSAR-Behandlung ein Magenschutz inklusive.

Studien belegen, dass das in diesem Präparat enthaltene sofort freigesetzte Esomeprazol in einer Dosierung von 20 mg 2 x täglich eine vergleichbare intragastrische Säuresuppression wie ein magensaftresistentes Esomeprazol 20 mg 1 x täglich vermittelt [4], [5]. Eine Dosiserhöhung auf 2 x täglich 30 mg sofort freigesetztes Esomeprazol bietet keine höhere Effektivität. Das heißt, dass 20 mg die geringste Dosis mit einer vergleichbaren Säuresuppression wie mit magensaftresistentem Esomeprazol 20 mg 1 x täglich ist [4]. Sofort freigesetztes Esomeprazol 10 mg 2 x täglich war in der Studie nicht ausreichend wirksam [4].

Fazit: Die fixe Kombination von Esomeprazol mit Naproxen weist nicht nur eine effektive NSAR-Wirkung auf, sondern vermittelt zugleich einen Magenschutz durch eine effektive Säuresuppression. Der Wirkstoff Esomeprazol in Vimovo® hat dabei eine vergleichbar gute Wirksamkeit wie die einmal tägliche Einnahme des magensaftresistenten Einzelpräparats.

Die Verordnung der Fixkombination kann die Adhärenz in puncto Magenschutz verbessern, da die Säuresuppression mit der Medikamenteneinnahme immer zum richtigen Zeitpunkt „an Bord“ ist.

 

Naproxen: Schmerzlinderung für Patienten mit kardiovaskulärem Risiko

NSAR spielen eine wichtige Rolle bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen. Das Risiko für gastrointestinale oder kardiovaskuläre Nebenwirkungen ist dabei jedoch je nach Wirkstoff unterschiedlich ausgepägt. Studien haben gezeigt, dass Naproxen ein günstigeres kardiovaskuläres Risikoprofil aufweist [6]. Die aktuelle Leitlinie zur Therapie der Gonarthrose empfiehlt daher die bevorzugte Verordnung von Naproxen bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren [3]. Dabei ist die Wirksamkeit von Naproxen mit anderen NSAR vergleichbar: Studien haben gezeigt, dass die Wirkung von Naproxen/Esomeprazol (Vimovo®) auf den WOMAC Schmerz, WOMAC Funktion und PGA-VAS nach 12 Wochen der Wirkung des Cox-2-Hemmers Celecoxib entspricht [7]. Bei vergleichbarer Wirksamkeit wie andere NSAR hat Naproxen ein günstigeres kardiovaskuläres Nebenwirkungsprofil. Mit der Fixkombination Vimovo® steht darüber hinaus Naproxen mit integriertem Magenschutz zur Verfügung.

Quelle:

Fachinformation Vimovo®, Stand Juni 2021, www.pflichttext.grunenthal.de

 

Literatur

  1. Schieir et al: 2017; https://ard.bmj.com/content/76/8/1396
  2. Dt. Ärzteblatt (2013) 110:1447-1448, https://cdn.aerzteblatt.de/download/files/2013/07/down59631264.pdf
  3. S2k Leitlinie Gonarthrose der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und OrthopädischeChirurgie (DGOOC), überarbeitete Fassung vom 24.01.2018, AWMF Registriernummer 033-004
  4. Miner P et al: Aliment Pharmacol Ther 2010;32:414–424
  5. Fachinformation Vimovo®, Stand Dezember 2020 https://www.fachinformation.grunenthal.de/
  6. McGettigan and Henry, PLoS Medicine, 2011;8(9): e1001098
  7. Hochberg MC et al: Current Medical Research & Opinion 2011;27(6):1243–1253

 

Freigabenummer: M-VMO-DE-11-21-0009

 

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