Antikoagulation bei VTENicht immer sollte nach drei Monaten Schluss sein

Dieser Artikel ist erschienen inDer Hausarzt 18/2019Seite 70DownloadPDF-Dokument1 Seite(n)Größe: 51,35 kB
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Die venöse Thromboembolie (VTE) ist immer ein potentiell tödliches Ereignis. Deshalb sollte die Diagnose möglichst früh gestellt werden, damit unverzüglich mit der Antikoagulation begonnen werden kann. “Die Einführung der NOAK hat die Sache einfacher und sicherer gemacht”, so Prof. Stavros V. Konstantinidis, Leiter des Zentrums für Thrombose und Hämostase an der Medizinischen Universitätsklinik Mainz. Sie seien in der jetzt aktualisierten Leitlinie eine Klasse I A-Empfehlung. Mit Apixaban (Eliquis®) steht eine Substanz zur Verfügung, mit der die Antikoagulation sofort begonnen werden kann. Im Unterschied zu einem Vitamin-K-Antagonisten ist keine Überlappung mit einem NMH erforderlich.

Doch wie lange sollte die Antikoagulation fortgeführt werden? Für alle Patienten gilt eine Mindestdauer von drei Monaten. Bei einer provozierten VTE, z.B. einer Fraktur der unteren Extremität, kann nach dieser Zeit die Antikoagulation beendet werden. Doch für Patienten mit weiterbestehenden Risikofaktoren oder einer spontanen Thrombose sollte eine Verlängerung erwogen werden, da nach Absetzen des Antikoagulanz gerade im ersten Jahr ein erhöhtes Rezidivrisiko besteht.

Dass eine verlängerte Antikoagulation sinnvoll und sicher ist, konnte in der AMPLIFY-EXT-Studie gezeigt werden. In dieser Studie wurde die Antikoagulation über insgesamt 12 Monate mit einer niedrigen Apixaban-Dosis (2 x 2,5 mg) fortgeführt. Dadurch konnte das Rezidivrisiko von 8,8% unter Placebo auf 1,7% unter Apixaban reduziert werden. Dies wurde nicht durch ein statistisch erhöhtes Blutungsrisiko erkauft.

Quelle: Satellitensymposium “Antikoagulation for the management of venous thromboembolism in the non-vitamin K antagonist oral anticoagulant (NOAC) era”, im Rahmen des ESC 2019, 2.9.2019 in Paris; Veranstalter: BMS/Pfizer

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