SonderveröffentlichungMedizinisches Cannabis bei chronischen Schmerzen

Die Behandlung chronischer Schmerzen wird mit medizinischem Cannabis sehr gut ergänzt. Als Add-On-Therapie kann es einen positiven Effekt auf die Lebensqualität der Patienten haben. Empfehlenswert ist ein Start mit CBD-Extrakten.

Bevor Ärzte von der GKV genehmigtes medizinisches Cannabis verordnen können, müssen sie der GKV darlegen, dass die durchgeführte Schmerztherapie zu keinem auch für die Lebensqualität zufriedenstellenden Resultat geführt hat. Das kann z.B. eine multimodale Schmerztherapie gewesen sein mit Opioiden, Antidepressiva, Antikonvulsiva und einer Physio- und Psychotherapie. Je genauer sie die Therapie dokumentiert haben, z.B. mit einer Liste aller durchgeführten Maßnahmen, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Krankenkasse eine Kostenübernahme genehmigt. Kommt dennoch Widerspruch, kann dieser in den meisten Fällen widerlegt werden.

Eine Therapie mit medizinischem Cannabis wird als Add-On-Therapie verstanden. Ein oral einzunehmender Extrakt ist empfehlenswert, da dieser in seiner Wirkung langsam anflutet und über acht bis zwölf Stunden wirksam bleibt. Cannabisblüten sind eher für starke und schnelle Schmerzattacken die richtige Wahl. Behandelnde Ärzte können noch vor dem Kostenübernahmeantrag mit den Patienten vereinbaren, ein Cannabisextrakt auf eigene Kosten auszutesten.

Mithilfe eines mehrstufigen modifizierten Delphi-Verfahrens haben zwanzig globale Experten aus neun Ländern konsensbasierte Empfehlungen für die Dosierung und Verabreichung von medizinischem Cannabis bei Patienten mit chronischen Schmerzen ausgesprochen [1]. Ergebnis: Medizinisches Cannabis kann bei Patienten mit neuropathischen, entzündlichen, noziplastischen und gemischten Schmerzen in Betracht gezogen werden. Die Experten entwickelten drei Behandlungsprotokolle, die alle mit einem CBD-Extrakt starten, bis der Patient sein Ziel erreicht hat. Ab einer Dosierung von 40 mg/Tag kann der Arzt erwägen, THC hinzuzufügen. Die standardisierten CBD-Extrakte von Ethypharm sind in den Konzentrationen 10% (PZN 17618690) und 20% (PZN 17618709) erhältlich. Sie bieten ein gutes Sicherheitsprofil und sind für den Therapieeinstieg bei chronischen Schmerzen einfach zu dosieren.

Literatur

  1. Bhaskar, A. et al. Consensus recommendations on dosing and administration of medical cannabis to treat chronic pain: results of a modified Delphi process. J Cannabis Res 3, 22 (2021). https://doi.org/10.1186/s42238-021-00073-1

 

WM-0096-01

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