KurzdarmsyndromInterdisziplinäre Versorgung unverzichtbar

Das Kurzdarmsyndrom – ein Darmversagen nach ausgedehnter Dünndarmresektion oder aufgrund kongenitaler Fehlbildungen – ist ein seltenes und komplexes Krankheitsbild. Die Betroffenen können aufgrund starker Reduktion der resorptiven Kapazität des Darmes ihre Nährstoff- und Flüssigkeitsbilanz mit einer konventionellen Diät nicht mehr aufrechterhalten und bedürfen unter Umständen einer dauerhaften parenteralen Ernährung [1].

Die Ursachen für die Entstehung eines Kurzdarmsyndroms können sehr unterschiedlich sein. Sie reichen von vaskulären Schädigungen über Traumata und entzündliche Ursachen wie Morbus Crohn bis hin zu nekrotisierender Enterokolitis bei Frühgeborenen [2], [3]. Ziel der intestinalen Rehabilitation ist es, den Bedarf an parenteraler Ernährung (PE)/parenteralem Support (PS) soweit wie möglich zu reduzieren (im Idealfall bis zur enteralen Autonomie) und die orale Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr soweit wie möglich zu erhöhen [3], [4].

Mit Teduglutid PE-Volumen senken

Bei Patienten mit einem stabil infusionspflichtigen Kurzdarmsyndrom mit Darmversagen (KDS-DV) kann mit dem rekombinanten Glucagon-like Peptid-2 (GLP-2)-Analogon Teduglutid (Revestive®) eine Verringerung des PE-Volumens sowie PE-freie Tage erreicht werden. Auch eine PE-Unabhängigkeit ist möglich [5]. In der Zulassungs- und Extensionsstudie (STEPS und STEPS-2) wurde bei erwachsenen Patienten eine kontinuierliche Verringerung der PE über 2,5 Jahre beobachtet [6], [7]. Nach 30-monatiger Teduglutid-Behandlung konnten 33% der TED/TED-Patienten die PE vollständig absetzen (s. Abb.) [7]. Aufgrund der Komplexität der Erkrankung ist für Patienten mit KDS-DV eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit von Fachgruppen wie z.B. Chirurgie, Gastroenterologie, Ernährungstherapie, Stomatherapie, hausärztliche Versorgung, Pflege sowie privates Umfeld des Patienten wichtig [1].

Weitere Informationen zum Kurzdarmsyndrom mit einer Suchfunktion für KDS-Zentren finden Sie unter www.revestive.de.

Literatur

  1. Pironi L et al: Clin Nutr 2016;35(2):247–307
  2. Buchman AL: Gastroenterology 2006;130(2):S5–S15
  3. Leiß O: Z Gastroenterol 2005;43(07):661–675
  4. Seidner DL et al: JPEN J Parent Enteral Nutr 2013; 37:201–211
  5. Fachinformation Revestive® 1,25 mg/5 mg, Stand Mai 2020
  6. Jeppesen PB et al: Gastroenterology 2012;143(6):1473–1481
  7. Schwartz LK et al: Clin Transl Gastroenterol 2016;7(2): e142. doi:10.1038/ctg.2015.69

Revestive 1,25 mg / 5 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Wirkstoff: Teduglutid, Analogon des Glucagon-like Peptids-2 (GLP-2), hergestellt in E.-coli-Zellen mittels rekombinanter DNA-Technologie. Zusammensetzung: Eine Durchstechflasche enthält 1,25 mg bzw. 5 mg Teduglutid. Nach Rekonstitution enthält jede Durchstechflasche 1,25 mg bzw. 5 mg Teduglutid in 0,5 ml Lösung, entspr. einer Konzentration von 2,5 mg/ml bzw. 10 mg/ml. Sonstige Bestandteile: Pulver: L-Histidin, Mannitol, Natriumdihydrogenphosphat 1 H2O, Dinatriumhydrogenphosphat 7 H2O. 5 mg zusätzl.: Natriumhydroxid/Salzsäure (zur pH-WertEinstellung). Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke. Anwendungsgebiete: Behandlung von Patienten ab dem Alter von 1 Jahr mit Kurzdarmsyndrom (KDS). Nach einem chirurgischen Eingriff sollte zunächst eine Phase der intestinalen Adaption abgewartet werden, die Patienten sollten sich in einer stabilen Phase befinden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einen der sonst. Bestandteile oder das in Spuren vorhandene Tetracyclin. Aktive oder vermutete Krebserkrankung (Malignität). Patienten mit einer anamnestisch bekannten malignen Erkrankung des Gastrointestinaltraktes, einschließlich des hepatobiliären Systems und des Pankreas, in den vergangenen fünf Jahren. Nebenwirkungen: Sehr häufig: Atemwegsinfektion, Kopfschmerzen, abdominale Distension, abdominale Schmerzen, Erbrechen, Übelkeit, gastrointestinale Stomakomplikation, Reaktion an der Injektionsstelle. Häufig: Grippeähnliche Erkrankung, verminderter Appetit, Hyperhydratation, Angst, Insomnie, kongestive Herzinsuffizienz, Dyspnoe, Husten, kolorektaler Polyp, Kolonstenose, Blähungen, Darmobstruktion, Stenose des Ductus pancreaticus, Pankreatitis, Dünndarmstenose, (akute) Cholezystitis, peripheres Ödem. Gelegentlich: Synkope, Duodenumpolyp. Häufigkeit nicht bekannt: Überempfindlichkeit, Magenpolyp, Flüssigkeitsretention. Weitere Angaben: s. Fach- und Gebrauchsinformation. Verschreibungspflichtig. Shire Pharmaceuticals Ireland Limited, Dublin, Irland. Stand der Information: Mai 2020

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