Rheumatoide Arthritis Expertin betont Relevanz einer frühen Diagnose

Anlässlich der 48. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh), klärte Dr. Rebecca Hasseli im Rahmen des Pressetalks „Rheumatoide Arthritis: Frühe Diagnose ist entscheidend“ über die Relevanz einer frühzeitigen Diagnose und Therapie der Rheumatoiden Arthritis (RA) auf. In der Praxis wird die RA oft spät erkannt, was ernst-zunehmende Folgen für die Betroffenen haben kann.

Die RA ist eine Autoimmunerkrankung, die eine Entzündung und Zerstörung der Gelenke zur Folge hat [1]. Fachärztin für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Rheumatologie Dr. Rebecca Hasseli betonte: „Bei früher Diagnose der RA kann die Progression erfolgreich gehemmt werden. Daher ist es wichtig, die Patienten nach dem Auftreten erster Symptome schnellstmöglich an einen Facharzt zu überweisen.“

Typisch für eine RA sind Gelenkschwellungen und -schmerzen in mehr als zwei Gelenken seit mind. sechs Wochen, ein symmetrisches Verteilungsmuster und Morgensteifigkeit der Gelenke für mind. 60 Minuten [1]. Unbehandelt schreitet die Erkrankung voran und es kommt zu Verformungen oder Fehlstellungen, die das Leben Betroffener stark einschränken können [1]. Um eine niedrige Krankheitsaktivität bzw. Remission zu erreichen, empfehlen Leitlinien Methotrexat (MTX) als First-Line-Therapie [2].

Therapie der RA mit MTX

Die Behandlung der RA mit MTX kann oral oder subkutan erfolgen [2]. Bei subkutaner Gabe gelangt der Wirkstoff direkt ins Blut, hat eine höhere Bioverfügbarkeit und bessere Wirksamkeit [3,4]. Die Therapie mit MTX erfolgt 1× wöchentlich und kann vom Patienten mithilfe eines Autoinjektors (z. B. metex® PEN) selbständig vorgenommen werden [5]. „Ein Autoinjektor hat viele Vorteile: Er verbirgt die Nadel, was für Patienten mit Nadelangst günstig ist und er ist einfach in der Handhabung, was besonders für Betroffene mit Schwellungen der Fingergelenke wichtig ist“, betont Hasseli.

MTX wird auch in der Onkologie verwendet, was die Patienten verunsichern kann. Jedoch ist die Dosierung in der Rheumatologie deutlich niedriger (Onkologie: 100-1000 mg/m2 Körperoberfläche vs. RA: 7,5-25 mg/­Woche) [5,6].

Patientenfall bestätigt Wirkung und Verträglichkeit von MTX0

Eine 35-jährige Sekretärin litt seit acht Monaten an schmerzenden Handgelenken. Hinzu kamen Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen der Fingergrundgelenke und des linken Knies sowie Abgeschlagenheit. Labordiagnostische Untersuchungen zeigten leichte Erhöhungen der Entzündungs- und Harnsäurewerte sowie Rheumafaktoren und Antikörper gegen citrulliniertes C-Peptid. Röntgenuntersuchungen bestätigten den Verdacht auf RA.

Die Patientin wurde auf 15 mg MTX subkutan pro Woche, kombiniert mit einem Steroidstoß von 20 mg Prednisolon pro Tag, eingestellt. Die Prednisolon-Dosis wurde stetig reduziert. Nach sechs Monaten zeigte sich eine deutliche Besserung der Beschwerden sowie eine Steigerung der Lebensqualität und Mobilität der Patientin.

Fazit

Für einen hohen Behandlungserfolg sollte die RA-Therapie frühzeitig begonnen werden. Daher ist es wichtig, die Anzeichen zu erkennen und an einen Facharzt zu überweisen. Für die Behandlung wird Methotrexat als First-Line-Therapie empfohlen, wobei die subkutane Applikation aufgrund der höheren Bioverfügbarkeit und Wirksamkeit vorteilhaft ist [3,4].

 

Literatur

  1. Schneider M et al: Z Rheumatol 2020;79:1-38
  2. Fiehn C et al: Z Rheumatol 2018;77:35–53
  3. Schiff MH et al: Ann Rheum Dis 2014;73:1549–51
  4. Braun J et al: Arthritis Rheum 2008;58:73–81
  5. Fachinformation metex® PEN Injektionslösung im Fertigpen, Stand Juli 2020
  6. Schwehr A, Laux M: Onkologische Pflege 2016;2:63–4

 

E-Mail-Adresse vergessen? Schreiben Sie uns.
Passwort vergessen? Sie können es zurücksetzen.
Nur wenn Sie sich sicher sind.

Sie haben noch kein Passwort?

Gleich registrieren ...

Für Hausärzte, VERAH® und ÄiW (Allgemeinmedizin und Innere Medizin mit hausärztlichem Schwerpunkt) ist der Zugang immer kostenfrei.

Mitglieder der Landesverbände im Deutschen Hausärzteverband profitieren außerdem von zahlreichen Extras.


Persönliche Daten

Ihr Beruf

Legitimation

Die Registrierung steht exklusiv ausgewählten Fachkreisen zur Verfügung. Damit Ihr Zugang freigeschaltet werden kann, bitten wir Sie, sich entweder mittels Ihrer EFN zu legitimieren oder einen geeigneten Berufsnachweis hochzuladen.

Einen Berufsnachweis benötigen wir zur Prüfung, wenn Sie sich nicht mittels EFN autorisieren können oder wollen.
Mitglied im Hausärzteverband
Mitglieder erhalten Zugriff auf weitere Inhalte und Tools.
Wir verifizieren Ihre Mitgliedschaft anschließend.

Newsletter
Sie stimmen zu, dass wir Ihre E-Mail-Adresse für diesen Zweck an unseren Dienstleister Mailjet übermitteln dürfen. Den Newsletter können Sie jederzeit wieder abbestellen.

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl
Alle der unten angegebenen Newsletter
Spicker, Checklisten und Medizin für die hausärztliche Praxis, berufspolitische News, Inhalt und E-Paper neuer HAUSARZT-Ausgaben, sowie Neues aus Wissenschaft und Organisation
Nachrichten aus der Industrie

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl ändern/abbestellen

Wenn Sie für Ihr bestehendes Newsletter-Abo andere Themen auswählen oder den Newsletter abbestellen wollen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an und wählen Sie die gewünschte Funktion. Wir senden Ihnen dann eine E-Mail zur Bestätigung.