Mikroskopische KolitisErfolgreiche Behandlung mit Budesonid

Dieser Artikel ist erschienen inDer Hausarzt 09/2020Seite 58DownloadPDF-Dokument1 Seite(n)Größe: 76,37 kB
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Hinter einem scheinbaren Reizdarmsyndrom vom Diarrhö-Typ kann in Wirklichkeit eine mikroskopische Kolitis stecken. Die Behandlung erfolgt dann mit oralem Budesonid.

Die mikroskopische Kolitis gehört zum Spektrum der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Sie tritt vor allem bei Frauen über 50 Jahren auf und äußert sich mit anhaltenden wässrigen, unblutigen, auch nachts auftretenden Durchfällen, krampfartigen Bauchschmerzen und teilweise fäkaler Inkontinenz. Die Diagnose kann nur histologisch gesichert werden: In der Koloskopie erscheint der Dickdarm makroskopisch unauffällig. Lediglich die histopathologische Untersuchung von Stufenbiopsien (je 2 Biopsien aus dem Colon ascendens und Colon descendens) aus der Kolonschleimhaut bringt Klarheit über die Diagnose und darüber, ob es sich um eine kollagene oder eine lymphozytäre Kolitis handelt. Diese beiden Formen der mikroskopischen Kolitis unterscheiden sich weder in der Symptomatik noch in der Therapie.

Orales Budesonid ist das bislang einzige zugelassene Medikament [1]. Die Akuttherapie erfolgt für sechs bis acht Wochen mit 1 mal täglich 9 mg Budesonid (z.B. 3 x 1 Bude-nofalk® 3mg magensaft-resistente Hartkapseln). Damit kann bei etwa 80% der Patienten eine Remission erreicht werden. Nach Absetzen der Therapie treten häufig Rezidive auf und eine Erhaltungstherapie ist angezeigt. Die Budesonid-Kapseln sind jetzt auch zur Remissionserhaltung der mikroskopischen Kolitis in einer Dosierung von 4,5-6,0 mg Budesonid für bis zu zwölf Monaten zugelassen. Dafür werden alternierend 1 oder 2 bzw. 2 Budenofalk®3mg Kapseln pro Tag gegeben. Damit bleiben etwa 60% der Patienten ein Jahr lang in Remission [1, 2].

Durch die spezielle Galenik der magensaftresistenten Budenofalk® 3mg Hartkapseln sind diese besonders gut für die Behandlung der mikroskopischen Kolitis geeignet. Die Galenik sorgt dafür, dass der Wirkstoff erst ab dem terminalen Ileum mit wirksamen Spiegeln im Kolon freigesetzt wird [3]. Es resultiert eine hohe Wirksamkeit an der Darmschleimhaut mit einer geringen Rate systemischer Nebenwirkungen aufgrund eines hohen First-Pass-Effekts in der Leber.

 

Literatur:

1. Miehlke S et al: Lancet Gastroen- terol Hepatol 2019;4:305-314 2. Münch A et al: J Crohn’s Colitis 2012;6:932-45

3. Fachinformation Budenofalk® 3mg magensaftresistente Hart- kapseln, Stand Januar 2020

Quelle: Informationen der Dr. Falk Pharma

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