Industrie + ForschungDie Qual der Wahl bei Antidiabetika

Viele Diabetiker erreichen nicht die empfohlenen Zielwerte, obwohl wirksame Antidiabetika verfügbar sind.

In der frühen Kombinationstherapie von Typ-2-Diabetikern, die mit Metformin allein unzureichend eingestellt sind, hat sich Sitagliptin (Januvia®, als Fixkombination mit Metformin Janumet®) bewährt. Vor zehn Jahren wurde dieser erste Vertreter der DPP (Dipeptidyl- Peptidase)-4-Hemmer in Europa zugelassen. Wie Prof. Michael Nauck, Bochum, hervorhob, lässt sich das HbA1c mit DPP- 4-Hemmern ohne Gewicht szunahme und praktisch ohne Hypoglykämie- Risiko reduzieren. Bei Typ-2-Diabetikern mit eingeschränkter Nierenfunktion ist das Hypoglykämie- Risiko besonders hoch, so Dr. Ludwig Merker, Dormagen. Aus Sorge vor Unterzuckerungen würden solche Patienten oft nicht ausreichend therapiert. Im Gegensatz zu anderen Antidiabetika kann Sitagliptin in allen Stadien der Niereninsuffizienz eingesetzt werden, mit entsprechender Dosisanpassung sogar bei Dialysepatienten.

Der DPP-4-Hemmer hat auch den geforderten Nachweis der kardiovaskulären Sicherheit erbracht. Andere Antidiabetika wie Empagliflozin oder Liraglutid konnten sogar eine Abnahme der kardiovaskulären Ereignisrate zeigen. Der Kardiologe Prof. Nikolaus Marx, Aachen, wies aber darauf hin, dass diese Evidenz einer kardiovaskulären Risikoreduktion nur für Patienten mit vorbestehenden kardiovaskulären Erkrankungen gilt – das sind rund 20–25% aller Typ-2-Diabetiker. Bei Diabetikern ohne kardiovaskuläre Erkrankungen sollten andere Kriterien für die Wahl der Therapie herangezogen werden, z.B. Hypoglykämie-Risiko, Gewichtsprobleme oder Nierenfunktion.

*Quelle: Symposium „10 Jahre DDP-4-Hemmer: wo stehen wir heute?“, Veranstalter: MSD, Diabetes Kongress, Hamburg,

  1. Mai 2017*
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