Industrie + ForschungAusprägungen der diabetischen Polyneuropathie genetisch bedingt

Etwa jeder dritte Mensch mit Diabetes ist von einer sensomotorischen Poly- neuropathie (DSPN) betroffen. Von einer Spätkomplikation der Zuckerkrankheit sollte man dabei nicht mehr sprechen. Die Neuropathie ist vielmehr frühzeitig durch strukturelle Veränderungen nachweisbar und tritt bereits auch beim Prädiabetes gehäuft auf.

Das betonte Prof. Dan Ziegler, Düsseldorf, der jetzt für seine Forschungen zu genetischen Zusammenhängen bei diabetischer Neuropathie mit dem Fritz-Wörwag-Forschungspreis ausgezeichnet wurde. Ziegler ging der bislang noch völlig offenen Frage nach, warum bei manchen Patienten eine schwere Poly-neuropathie auftritt, während sie bei anderen mit vergleichbarer Diabetes-Einstellung und -Dauer milder verläuft. Dafür untersuchte er Genvarianten (Polymorphismen) eines Schlüssel-Enzyms im Glukosestoffwechsel. Er und seine Forschergruppe entdeckten dabei neun Polymorphismen des Enzyms Transketolase, die mit spezifischen Manifestationen der Neuropathie in Zusammenhang stehen.

Da die Transketolase entscheidend zum Abbau von verzuckerten Eiweißen beiträgt und dabei auf Vitamin B1 (Thiamin) als Cofaktor angewiesen ist, hängt ihre protektive Aktivität von der Vitaminversorgung ab. Durch die Gabe der Thiamin-Vorstufe Benfotiamin (milgamma® protekt) kann die Transketolase-Aktivität und damit auch die Neuroprotektion gesteigert werden. Die neuen Einblicke in die Genvariationen bieten nun die Basis für eine optimierte Therapie.

Quelle: Wörwag-Symposium "Diabetische Neuropathie: Früher erkennen – besser behandeln" mit Verleihung des Fritz-Wörwag-Forschungspreises am 9. Mai 2018 auf dem DDG in Berlin

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