Asthma bronchialeAuf die Behandlungsstrategie kommt es an

Therapieadhärenz ist bei Asthma bronchiale ein wesentlicher Gesundheitsfaktor. Mit der richtigen Behandlungsstrategie und einer konsequenten Therapie können Asthma-Patienten nahezu uneingeschränkt leben.

Anfallsartig auftretende beklemmende Atemnot ist das Leitsymptom von Asthma bronchiale.  Auslöser sind verschiedene Reize, die aufgrund von Verkrampfungen der Bronchialmuskulatur zu Bronchialobstruktionen, einer vermehrten Schleimproduktion und Ödemen der Bronchialschleimhaut führen und die Atemwege verengen.

Unabhängig davon, ob die Erkrankung in der IgE-vermittelten allergischen Form oder in der durch unspezifische Reize ausgelösten nicht allergischen Form auftritt: Bronchialasthma ist eine entzündliche Erkrankung, die klassischerweise mit eosinophilen Granulozyten verbunden ist und symptomatisch keinem gleichförmigen Zustand folgt. Ein sprunghafter Wechsel zwischen den drei Krankheitsgraden (leichtgradig, mittelgradig und schwer) ist jederzeit möglich.

Einfach und bewährt: 3-stufiges Therapieschema

In der Praxis hat sich ein einfaches Stufenschema bewährt, das je nach Erkrankungsgrad drei Bausteine der inhalativen Therapie kombiniert: ICS + LABA + LAMA [1].

  1. Die Therapie beginnt mit der antiinflam-matorischen Behandlung durch inhalative Kortikosteroide (ICS) wie Budesonid, Fluticason oder Beclometason.
  2. Reicht die entzündungshemmende Wirkung des Kortisons nicht aus oder benötigen Patienten ein Bedarfsmedikament, um beschwerdefrei zu werden, wird ICS mit einem langwirksamen Wirkstoff der LABA-Substanzenklasse kombiniert, insbesondere mit Formoterol oder Salmeterol.
  3. Ist der Patient unter der ICS-LABA-Kombination weiterhin nicht beschwerdefrei und in seinen täglichen Aktivitäten eingeschränkt, kann im dritten Behandlungsschritt die ICS-LABA-Kombination um einen langwirksamen Muskarinantagonisten, einen LAMA, erweitert werden.

Darüber hinaus besteht eine Behandlungsoption mit Biologika.

Therapieziel: konsequent, effizient und sicher inhalieren

Asthma-Patienten sollten aufgeklärt werden, dass bei Einhalten des Therapieplans ein nahezu uneingeschränktes Leben möglich ist. Das impliziert das Verständnis, dass die inhalative Therapie auch in beschwerdefreien Zeiten konsequent durchgeführt werden muss. Dazu gehört zudem die Wahl des individuell zum Patienten passenden Inhalationssystems, das eine sichere Handhabung gewährleistet. Vorteilhaft ist ein System, das über alle Stufen der Asthma-Therapie hinweg beibehalten werden kann. Denn jeder Wechsel und damit jede neue Technik geht zulasten von Therapiesicherheit und -adhärenz und birgt das Risiko eines schwindenden Therapieerfolgs.

In der Regel kommen Patienten mit einem Pulverinhalator gut zurecht, weil bei diesem System keine Koordination von Dosisauslösung und Inhalation notwendig ist. Durch die entstehenden Turbulenzen beim Inhalieren werden die lungengängigen Wirkstoffpartikel vom Trägerstoff Lactose getrennt und gelangen an den Wirkort. Bei dem Pulverinhalator Easyhaler® reichen inspiratorische Flussraten ab 30 L/min aus, um eine volle Dosis zu erhalten [2,3]. Das schaffen sowohl ältere Patienten als auch Kinder [4,5].

Für Patienten und auch Verordner hat es zudem Vorteile, wenn ein Inhalationssystem mit verschiedenen Wirkstoffen und Wirkstoffkombinationen zur Verfügung steht. So ist keine Umstellung auf ein neues System erforderlich, wenn die Therapie angepasst werden muss.

Fazit

Therapieadhärenz ist der wichtigste Faktor der Asthmatherapie in allen Altersgruppen. Das gelingt mit drei Bausteinen:

  1. einfaches Therapieschema
  2. informierte und geschulte Patienten
  3. ein einfach anzuwendendes, zuverlässiges Inhalationssystem

 

Informationen und Servicematerial zum Easyhaler® auf  Easyhaler.de

 

 

 

 

Literatur

  1. Behandlungsschema mod. nach Dr. J. de Zeeuw (Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Schlafmedizin, Medizinisches Versorgungszentrum im Rolshover Hof, Köln-Poll) im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung: Adhärenzsteigerung bei Asthma und COPD (ORION Pharma GmbH Deutschland), Köln, 03.07.2019
  2. Ghosh S et al: J Aerosol Med Pulm Drug Deliv 2017;30:381-387
  3. Laube BL et al: Eur Respir J 2011;37:1308-1331
  4. Malmberg LP et al: Int J Chron Obstruct Pulmon Dis 2010; 5:257-262
  5. Malmberg LP et al: J Aerosol Med Pulm Drug Deliv 2014; 27:329-340

 

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