Industrie + ForschungThrombotische Ereignisse am Anus

Die Auslöser einer Analvenenthrombose sind vielfältig; sie reichen von Obstipation über Diarrhö bis zu ungewohnten körperlichen Tätigkeiten. Das Krankheitsbild kann nach massivem Abführen vor einer Koloskopie auftreten, in der Spät-Schwangerschaft oder nach der Entbindung. „Ganz sicher hat es aber nichts mit Gerinnungsstörungen zu tun“, beruhigt Dr. Horst Loch seine Patienten, die oft verunsichert sind.

Beim konservativen Vorgehen werden schmerz- und entzündungshemmende Medikamente (Diclofenac, Ibuprofen) eingesetzt. Die Kühlung des Analbereiches kann als abschwellende Maßnahme kombiniert werden mit topischen Kortikoiden (z. B. Postericort®). Das konservative Vorgehen beim thrombosierten Hämorrhoidalprolaps ist vergleichbar. Wenn in diesen Fällen eine Operation ins Auge gefasst wird, dann eine Hämorrhoidektomie nach Milligan-Morgan. Analvenenthrombosen und thrombosierte Hämorrhoiden führen zu akuten, starken Schmerzen in der Anorektalregion. In Kombination mit einem Ödem sind konservative Maßnahmen günstiger als ein primär operativer Eingriff: oral nichtsteroidale Antirheumatika, lokal Kortikosteroide (etwa Postericort®) und Kühlung.

Bei Analfissuren können die Schmerzen nach der Defäkation über Stunden anhalten. Für die cinchocainhaltige DoloPosterine® N Salbe dokumentiert eine Doppelblindstudie [1] bei 183 Patienten die schnelle Schmerzlinderung. Nach 30 Minuten war die Schmerzintensität bei der manuellen rektalen Untersuchung auf einer visuellen Analogskala (VAS, 0-100 mm) von 73 auf 50 Scorepunkte reduziert signifikant stärker als unter Placebo (Rückgang von 74 auf 57). Cinchocain ist in niedriger Dosierung relativ lang wirksam. Die gute Haftung der Salbe gemeinsam mit dem lipophilen Lokalanästhetikum bewirkt eine gute Penetration des Wirkstoffes ins Epithel.

Für den akuten Einsatz bei Schmerzen und Juckreiz in der Analregion steht mit Posterisan® akut das einzige rezeptfreie Proktologikum mit Lidocain zur Verfügung. Eine randomisierte Studie mit 200 Patienten weist bei dreitägiger Applikation der Rektalsalbe eine signifikant stärkere Abnahme des Leitsymptoms als unter Placebo aus (p<0,05) [2].

Literatur:

  • 1 DR. KADE, Data on file

  • 2 Rothhaar A et al: Akt Dermatol 2014, 40:412–417

Quelle: Veranstaltung „Aktuelle Proktologie“, Symposium des Proktologischen Zentrums Berlin, Mai 2017. Veranstalter Dr. Kade

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