Industrie + ForschungMit Eiseninfusionen erholt sich das Herz

Die ESC-Leitlinien zur Herzinsuffizienz empfehlen bei allen neu diagnostizierten Patienten mit Herzinsuffizienz ein Eisenmangel-Screening. Ein Eisenmangel besteht bei Serum-Ferritin-Werten unter 100 ng/ml oder wenn der Ferritin-Wert unter 300 ng/ml liegt und die Transferrinsättigung (TSAT) unter 20 Prozent. Der Leitlinie zufolge sollte dann die intravenöse Substitution mit Eisencarboxymaltose in Betracht gezogen werden (Klasse IIa, Grad A).

In Studien führte die i.v. Eisentherapie mit Eisencarboxymaltose (ferinject®) bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und Eisenmangel zu deutlichen Verbesserungen der Herzinsuffizienz-bedingten Symptomatik, der Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität. In einer Metaanalyse konnte mit Eisencarboxymaltose das Risiko für wiederholte kardiovaskulär bedingte Hospitalisationen oder Tod um 41 Prozent vs. Placebo gesenkt werden. „Mit Eisencarboxymaltose i.v. wird der Eisenspeicher schnell aufgefüllt“, betonte Prof. Tibor Kempf, Hannover. „Das ist vorteilhaft gegenüber oralen Eisenpräparaten, die über längere Zeit eingenommen werden müssen und gastrointestinale Beschwerden verursachen können.“

Quelle: Presseveranstaltung von Vifor Pharma, Hannover, 5. September 2017

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