Industrie + ForschungMännliche Sexualstörungen

Sexualstörungen wie erektile Dysfunktion (ED) und Ejaculatio praecox (EP) sind ein weit verbreitetes männliches Problem, das mit dem Alter zunimmt. Verantwortlich können vielfältige somatische Faktoren wie Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Hypertonie sein. „Der größte Risikofaktor sind kardiovaskuläre Erkrankungen“, erläuterte Prof. Michael Zitzmann, Münster. Darüber hinaus können eine Disbalance von Transmittern, Stress und psychischen Faktoren ursächlich für die sexuelle Funktionsstörung sein. Zur medikamentösen ED-Therapie stehen PDE-5-Hemmer wie Avanafil (Spedra®) zur Verfügung. Zur Behandlung von EP ist das Antidepressivum Dapoxetin (Priligy®) zugelassen. Beide Substanzen entsprechen jedoch nicht immer den Erwartungen der Patienten. Der häufigste Grund für den Abbruch einer ED-Therapie ist nach Prof. Hartmut Porst, Hamburg, eine zu geringe Wirksamkeit. „Jeder zweite ältere Mann braucht eine Kombinationstherapie, weil eine PDE-Therapie nicht ausreicht“, so der Experte. Dies müsse thematisiert und dem Patienten vermittelt werden. „Grundlage, damit Medikamente wirken, ist, dass Arzt und Patient ins Gespräch kommen“, sagte Prof. Matthias Volkenandt, München. Hier gäbe es viele Gesprächshemmnisse auf Seiten von Ärzten und Patienten, die es zu überwinden gilt. „Die Meinung, dass kommunikative Kompetenz mit dem Alter zunimmt, gilt leider nur für die ersten beiden Lebensjahre“, so Volkenandt lakonisch. Ärzte müssten lernen, eine emotionale Beziehungsebene aufzubauen. Denn solange diese nicht angesprochen wird, könne der Patient auf der Fachebene nicht erreicht werden. Nach Volkenandt gilt: Fragen – Rückspiegeln – Ratschlag erteilen – Fragen usw., „Damit kann man nichts falsch machen.“

Quelle: Symposium „Sex und Partnerschaft – Männliche Sexualstörungen im Fokus der Urologie“ von Berlin-Chemie AG im Rahmen des 67. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie, Hamburg, September 2015

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