Industrie + ForschungDas Mikrobiom wird immer besser verstanden

Nach neueren Berechnungen liegt das Verhältnis mikrobieller Zellen (Bakterien) zu humanen Zellen im Körper etwa bei 1:1. Die meisten dieser Bakterien sind unter normalen Bedingungen harmlos. Sie besiedeln sämtliche körperliche Grenzflächen und werden in ihrer Gesamtheit als Mikrobiom bezeichnet. Die Zusammensetzung dieses Mikrobioms ist dynamisch und von verschiedenen Faktoren abhängig, was in zahlreichen aktuellen Forschungsprojekten untersucht wird. Auch das Zusammenspiel zwischen bakterieller Besiedelung und der Barrierefunktion der unterschiedlichen Körperoberflächen mit ihren speziellen aktiv antibiotischen Substanzen und den daraus resultierenden Regulationsmechanismen wird zunehmend besser verstanden.

So ergibt sich eine ganz andere ichtweise auf verschiedene Erkrankungen, die nun auf einmal als Mikrobiom assoziierte Barriere-Erkrankungen betrachtet werden, so der Vorsitzende der Alfred-Nissle-Gesellschaft e.V. Prof. Dr. med. Jan Wehkamp, Tübingen. Dazu gehören neben entzündlichen Erkrankungen des Intestinaltrakts auch metabolische und neurologische Erkrankungen.

Heute bildet E. coli Stamm Nissle (EcN) die Grundlage moderner probiotischer Arzneimittel (Mutaflor ®), deren Wirksamkeit bei definierten Indikationen durch zahlreiche kontrollierte klinische Studien nachgewiesen wurde, berichtete Dr. Rudolf von Bünau, Herdecke.

Darüber hinaus wird EcN auch erfahrungstherapeutisch breit eingesetzt. Das Bakteriengenom ist komplett sequenziert. Die speziellen Wirkmechanismen wurden und werden umfassend erforscht. Bekannt ist, dass EcN positiv auf die Darmmuskulatur wirkt, die Darmbarriere stabilisiert, die Darmflora unterstützt, das Immunsystem stärkt und Darmentzündungen entgegenwirkt.

Quelle: Pressekonferenz: “ 100 Jahre probiotische Arzneimittel-Therapie: Erfahrungen, Stellenwert und Ausblick”, Alfred-Nissle-Gesellschaft e.V., Ardeypharm, München, April 2017

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