Multiple SkleroseBewährter Wirkmechanismus in der MS-Therapie

Vor 14 Jahren wurde Natalizumab (Tysabri®) zur Behandlung von Patienten mit hochaktiver schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) zugelassen [1]. Neben der Behandlungserfahrung mit über 200.000 Patienten weltweit ergänzen u. a. aktuelle 10-Jahresdaten des Tysabri Observational Program (TOP) das Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil des monoklonalen Antikörpers. Die Ergebnisse zeigen ein solides Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil von Natalizumab in der Langzeittherapie. Darin erfasst sind die Behandlungsergebnisse von insgesamt 6.148 Patienten, der mediane Beobachtungszeitraum lag bei 5,2 Jahren. Die jährliche Schubrate sank unter Natalizumab im Vergleich zum Jahr vor Therapiebeginn um 92,5% auf 0,15 Schübe pro Jahr. Unter Natalizumab wurde eine kumulative Wahrscheinlichkeit einer Verbesserung der Behinderung um 33,1% beobachtet, die Wahrscheinlichkeit für eine Verschlechterung lag bei 27,8% [2].

Natalizumab bindet an das α4β1-Integrin auf der Oberfläche von Leukozyten und blockiert so seine Interaktion mit dem vaskulären Zelladhäsionsmolekül-1 (VCAM-1) auf Endothelzellen [1]. Die Migration potenziell pathogener Immunzellen durch die Blut-Hirn-Schranke ins ZNS und damit die Entstehung MS-typischer Läsionen wird so vermindert [1]. Die Effekte von Natalizumab auf das Immunsystem sind zudem vergleichsweise reversibel. Der Wirkstoff ist bereits 12 Wochen nach Unterbrechung der Therapie im Plasma nicht mehr nachweisbar und das Level der Immunzellen kehrt auf das Ausgangsniveau zurück [3]. Dies ist vor allem wegen einer wachsenden Anzahl an Therapieoptionen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen bedeutsam.

Die 10-Jahresdaten zu Natalizumab untermauern neben der Wirksamkeit auch das bereits bekannte Sicherheitsprofil. Neue Sicherheits-Signale wurden über den gesamten Beobachtungszeitraum nicht identifiziert [2]. Bei Patienten mit negativem anti-JCV†-Antikörperstatus lässt sich das Monitoring gut in den Praxisalltag integrieren: Empfohlen wird ein anti-JCV-Antikörpertest alle sechs Monate sowie eine kranielle MRT-Untersuchung einmal im Jahr [8].

Quelle: Nach einer Presseinformation von Biogen

Literatur:

  1. Fachinformation Tysabri®, Stand: April 2020
  2. Butzkueven H et al: Neurol Neurosurg Psychiatry 2020;91:660-668
  3. Plavina T et al: Neurology 2017; 89: 1584-1593
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