PatienteninfoDMP, Asthma und COPD

COPD und Asthma sind chronische Atemwegserkrankungen, die in Deutschland weit verbreitet sind. Trotz ähnlicher Symptome handelt es sich jedoch um zwei eigenständige Krankheitsbilder, die eine unterschiedliche Behandlung fordern. Im Rahmen der Disease Management Programme erhalten Betroffene individuelle Therapiekonzepte.

Was sind Disease- Management-Programme?

Disease-Management-Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme für Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Asthma und COPD. Patienten können sich bei ihrer Krankenkasse in ein solches Behandlungsprogramm einschreiben. Damit werden sie in allen medizinischen Einrichtungen auf dem aktuellen Forschungsstand behandelt. Die Einschreibung in das Programm ist kostenfrei und erfolgt über Ihren behandelnden Hausarzt.

Was leistet das DMP bei COPD und Asthma?

Die Therapie Ihrer Erkrankung liegt grundsätzlich in den Händen Ihres Hausarztes. Ihr gemeinsames Ziel ist es, auf Ihre Beschwerden frühzeitig zu reagieren und ein Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Dafür greifen alle erforderlichen Therapieangebote ineinander, denn Ärzte und andere medizinische Fachleute arbeiten eng und systematisch zusammen.

Schulungen: In Patientenschulungen erhalten Sie das notwendige Wissen, um eigenverantwortlich und selbstbestimmt mit COPD oder Asthma umzugehen. Sie erlangen Kenntnisse über die Entstehung, den Verlauf und die Folgen der Erkrankung. Außerdem lernen Sie Techniken, die Sie dabei unterstützen, kraftsparend und effektiv zu atmen. Darüber hinaus wird der Umgang mit Medikamenten und Inhalatoren vermittelt. Während der Schulungen können Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen.

Atemtherapie: Die Atemmuskulatur wird durch eine COPD-Erkrankung immer schwächer. Während der Atemphysiotherapie lernen Sie, Ihren Atem bewusst wahrzunehmen, zu lenken und zu steuern. Spezielle Übungen stärken die Atemmuskulatur und verbessern Ihre Lungenleistung. Stellt Ihr Hausarzt im weiteren Verlauf der COPD-Erkrankung einen Sauerstoffmangel fest, haben Sie die Möglichkeit, an einer Langzeit-Sauerstofftherapie (LOT) teilzunehmen.

Körperliche Aktivität: Körperliche Bewegung und regelmäßiger Sport kann helfen, die Symptome bei Asthma und COPD zu verbessern. Ihr Hausarzt berät sie zu individuellen Sportarten und Bewegungsangeboten, angepasst an Ihren Gesundheitszustand und Ihre körperliche Belastbarkeit.

Rehabilitation: Asthma und COPD-Patienten leiden oft unter weiteren Begleiterkrankungen, die Ihre körperliche Belastbarkeit und psychische Gesundheit schwächen. Unter Umständen können sie zu einer verminderten Erwerbsfähigkeit führen. Sie haben dann die Möglichkeit Rehabilitationsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen, die speziell auf Atemwege und Lunge ausgerichtet sind. Die Notwendigkeit dafür überprüft Ihr Arzt jeweils individuell.

Medikamente: Die Behandlung von COPD und Asthma erfolgt auf dem aktuellen Forschungsstand der evidenzbasierten Medizin – d.h. die Behandlung wird mit Hilfe von medizinischen Leitlinien durchgeführt. Sie wurden aus klinischen Erfahrungen und Forschung entwickelt und spiegeln den Stand der aktuellen Wissenschaft wider. Da jeder Patient eine individuelle Behandlung benötigt, sind die Leitlinien nur als Anleitung gedacht. Sie lassen dem Arzt in vielen Punkten seine Behandlungs- und dem Patienten seine Entscheidungsfreiheit.

Welche Vorteile habe ich durch die DMP-Teilnahme?

  • Patienten haben die Sicherheit, dass ihre Therapie und Versorgung nach den neuesten medizinischen Erkenntnissen erfolgt.
  • Patienten erhalten verlässliche und neueste Informationen zu Ihrer Erkrankung.
  • Eine Veränderung in Ihrem Krankheitsverlauf kann sofort erkannt und behandelt werden, da regelmäßige Kontrolluntersuchungen erfolgen.
  • Es findet keine Untersuchung doppelt oder unnötigerweise statt. Denn Ihr betreuender Arzt koordiniert und dokumentiert die einzelnen Behandlungsschritte.

Welche Verpflichtungen habe ich?

Wenn Sie am Disease-Management-Programm teilnehmen, gehen sie die Verpflichtung ein, aktiv an Ihrer Gesundheit mitzuwirken. Sie planen gemeinsam mit Ihrem Arzt die Behandlungsschritte und müssen die Wirkung der Behandlung in regelmäßigen Abständen überprüfen lassen. Ihre Medikamente müssen Sie, wie mit ihrem Arzt besprochen, einnehmen.

Neben den Arztgesprächen und medizinischen Kontrollterminen, gehört für den Patienten auch die verpflichtende Teilnahme an Informations- und Schulungsveranstaltungen zur Therapie. Ihr Arzt muss den Erkrankungsverlauf dokumentieren und auswerten. Diese Daten werden den Krankenkassen zur Qualitätskontrolle zur Verfügung gestellt. Die Krankenkassen prüfen insbesondere, ob sich die Behandlung an den Kriterien evidenzbasierter Medizin orientiert.

Quellen: AWMF: Versorgungsleitlinie Asthma. Download unter: https://hausarzt.link/Pqf9E; AWMF: Diagnostik, Prävention und Therapie der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Download unter: https://hausarzt.link/Pqf9E

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