Globale GesundheitWHO sieht zu wenig Hilfe bei psychischen Krankheiten

Die Rate der Suizide ist seit 2014 um acht Prozent gesunken: Das zeigt der Blick in den WHO-Atlas der psychischen Gesundheit. Doch weltweit gibt es demnach noch allerhand Handlungsbedarf.

 

Genf. Jeder vierte Mensch wird nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in seinem Leben einmal psychisch krank, aber für viel zu wenige gebe es weltweit Hilfe. „300 Millionen Menschen erkranken pro Jahr an Depressionen, 800.000 begehen Suizid“, sagte Tarun Dua von der WHO-Fachabteilung für psychische Gesundheit am Mittwoch (6. Juni) in Genf. „Wir müssen die Hilfe für diese Menschen massiv ausbauen.“ Durch Arbeitsausfälle von psychisch Kranken gingen der Weltwirtschaft jedes Jahr eine Billion Dollar verloren.

Die WHO stellte ihren 5. Atlas psychische Gesundheit vor. Danach ist im Vergleich zur ersten Atlas-Ausgabe 2014 die Rate der Suizide um acht Prozent gesunken, von statistisch 11,4 pro 100.000 Menschen auf 10,5. Angepeilt sind zehn Prozent Reduzierung bis 2020.

In manchen Ländern gebe es pro 100.000 Einwohner nur eine im Umgang mit psychischen Problemen ausgebildeten Fachperson. Auch in Ländern mit hohen Einkommen müssten die Ausgaben aber deutlich erhöht werden, um allen Betroffenen gerecht zu werden.

In der WHO-Region Europa, die auch Tadschikistan, Weißrussland und die Türkei umfasst, waren die Ausgaben pro Kopf für psychische Gesundheit mit Abstand am größten: 21,7 Dollar im Jahr, verglichen mit weniger als 10 Cents in der Region Afrika. Viele Interventionen seien nicht kostenintensiv, so Dua. Wenn schon bei Kindern auf gesunden Schlaf, nahrhaftes Essen und physische Aktivitäten geachtet werde, könne das psychischen Krankheiten vorbeugen.

Quelle: dpa

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