Baden-WürttembergLändle geht erste Schritte in der Telemedizin

In Baden-Württemberg stehen Modellprojekte der Telemedizin in den Startlöchern. Die Kassenärztliche Vereinigung will so die ärztliche Ressource gezielter einsetzen.

Stuttgart. Die Ministerien für Gesundheit und Wissenschaft in Baden-Württemberg sehen in der Weiterentwicklung der Telemedizin große Chancen für das Gesundheitswesen im Südwesten. Zukünftig gehe es darum, Ärzte, Pflegepersonal und Patienten mit den Möglichkeiten der Telemedizin vertraut zu machen und zu vernetzen, sagten Gesundheitsminister Manfred Lucha und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (beide Grüne) bei einem Symposium zur Digitalisierung in Medizin und Pflege am Montag (5. März) in Stuttgart.

Der Ärztemangel und überlastete Notaufnahmen würden alternative, digitale Behandlungsmethoden wie etwa eine Video-Sprechstunde notwendig machen. Allerdings könne die Telemedizin nicht die persönliche Arzt-Patient-Beziehung ersetzen und nur ein weiteres Angebot sein, sagte Gesundheitsminister Lucha.

In Baden-Württemberg hat die Landesärztekammer bereits Modellprojekte genehmigt, mit denen Ärzte auch unbekannte Patienten online beraten dürfen. Dafür wurde das Fernbehandlungsverbot gelockert, wonach Ärzte neue Patienten eigentlich nur nach persönlichem Gespräch behandeln dürfen.

Ärzte von nicht zwingenden Arztbesuchen entlasten

Beispielsweise will die Kassenärztliche Vereinigung (KV) im April ein Pilotprojekt für eine Video-Sprechstunde starten. Bei „DocDirekt“ können sich Patienten, die sich akut krank fühlen, aber keinen Termin bei ihrem Arzt bekommen, per Telefon oder Videochat mit einem Arzt ins Gespräch kommen. „Wir wollen zeigen, dass man telemedizinisch genauso gut beraten kann, wie in einer Praxis“, sagte Johannes Fechner von der Kassenärztlichen Vereinigung bei dem Symposium.

Auch verschreibungspflichtige Rezepte sollen so von Tele-Ärzten verschrieben werden können. Nicht zwingend notwendige Arztbesuche und Aufenthalte in Krankenhausambulanzen könnten dadurch vermieden werden. „Ärzte haben so mehr Zeit für Patienten, die tatsächlich in die Sprechstunde kommen müssen“, sagte Lucha.

Das Projekt soll zunächst in den Regionen Tuttlingen und Stuttgart starten, bevor es im gesamten Südwesten genutzt wird. Nun gehe es darum, mehr solcher Projekte mit digitalen Anwendungen vom Projektstatus in die medizinische Praxis zu überführen, sagte Wissenschaftsministerin Bauer. Ein neues Handbuch zur Qualitätsentwicklung soll zusätzlich dabei helfen, die Telemedizin verstärkt in der Fläche einzusetzen.

Quelle: dpa/lsw

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