NiedersachsenKoalition will Stationsapotheken für Krankenhäuser

Lehren aus der Mordserie des Krankenpflegers Niels H.: Stationsapotheken sollen in niedersächsischen Kliniken künftig Alarm schlagen, wenn ungewöhnlich viele Arzneimittel eingesetzt werden.

Hannover. Die rot-schwarze Koalition in Niedersachsen will als Konsequenz aus der Mordserie des Krankenpflegers Niels H. schnell Stationsapotheken in Krankenhäusern einführen. Noch im ersten Halbjahr 2018 könnte ein entsprechendes neues Krankenhausgesetz den Landtag passieren, sagte der Sprecher der SPD-Fraktion, Uwe Schwarz, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (14. Februar).

Das neue Gesetz solle auch den Informantenschutz bei Whistleblowern regeln. Stationsapothekern könnte ein ungewöhnlich hoher Verbrauch von Arzneimitteln schneller auffallen, so die Hoffnung.

Während die Apothekerkammer Niedersachsen die Einführung von Stationsapothekern unterstützt, warnt die Krankenhausgesellschaft vor zusätzlichen Kosten vor allem für kleinere Häuser. Das Sozialministerium soll laut Zeitung für kleinere Häuser mit weniger als 300 Betten Alternativmodelle vorschlagen.

Quelle: dpa/lni

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