ImpfenEU-Parlament will Impfinitiative starten

Dem Europäischen Parlament zufolge gibt es immer mehr Impfskeptiker. Mit einer großen Kampagne will die EU ab Sommer gegensteuern und die Impfraten steigern.

Straßburg. Angesichts wachsender Impfskepsis und Ausbrüchen von Masern in mehreren EU-Ländern schlägt das Europaparlament Alarm. Das Vertrauen der Menschen in Impfstoffe müsse gefördert werden, heißt es in einem Beschluss, den die Abgeordneten am Donnerstag (19. April) verabschiedeten. Im Zeitraum 2008 bis 2015 gab es demnach in Europa 215.000 Krankheitsfälle, die durch eine Impfung verhindert worden wären – Grippe sei dabei noch nicht mitgezählt.

Weltweit verhindern Impfungen nach EU-Angaben jährlich rund 2,5 Millionen Todesfälle. Doch die Impfraten in Europa sind zu niedrig. Gegen die saisonale Grippe beispielsweise sind nach offiziellen Angaben in den meisten EU-Ländern weniger als die vorgesehenen 75 Prozent der älteren Menschen geimpft. An Masern starben seit Anfang 2016 in der EU mindestens 57 Menschen.

„Das ist eine Tragödie“, teilte die CDU-Europaabgeordnete Renate Sommer mit. Die Zahl der Maserninfektionen in Europa habe sich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht: auf 15.000 Fälle. Allerdings schwankt sie von Jahr zu Jahr stark. Der CDU-Abgeordnete Peter Liese erklärte: „Leider sind über die Impfungen zu viele Fake News im Umlauf und die Menschen vermeiden Impfungen im Glauben, das sie gefährliche Nebenwirkungen haben.“

Angesichts dieser Skepsis fordert das Parlament in seinem Beschluss unter anderem, dass künftig Beratungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur nicht mehr hinter verschlossenen Türen stattfinden. Unabhängige Forschungsprogramme zu den möglichen Nebenwirkungen müssten ins Leben gerufen werden. Die EU-Kommission will bis Mitte des Jahres eine Impfinitiative vorlegen.

Quelle: dpa

E-Mail-Adresse vergessen? Schreiben Sie uns.
Passwort vergessen? Sie können es zurücksetzen.
Nur wenn Sie sich sicher sind.

Sie haben noch kein Passwort?

Gleich registrieren ...

Für Hausärzte, ÄiW, Medizinstudenten und MFA ist der Zugang immer kostenfrei.

Mitglieder der Landesverbände im Deutschen Hausärzteverband profitieren außerdem von zahlreichen Extras.


Persönliche Daten

Ihr Beruf

Legitimation
Die Registrierung steht exklusiv ausgewählten Fachkreisen zur Verfügung. Damit Ihr Zugang freigeschaltet werden kann, bitten wir Sie, sich entweder mittels Ihrer EFN zu legitimieren oder einen geeigneten Berufsnachweis hochzuladen.
Einen Berufsnachweis benötigen wir zur Prüfung, wenn Sie sich nicht mittels EFN autorisieren können oder wollen.
Mitglied im Hausärzteverband
Mitglieder erhalten Zugriff auf weitere Inhalte und Tools.
Wir verifizieren Ihre Mitgliedschaft anschließend.

Newsletter
Sie stimmen zu, dass wir Ihre E-Mail-Adresse für diesen Zweck an unseren Dienstleister Mailjet übermitteln dürfen. Den Newsletter können Sie jederzeit wieder abbestellen.

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Sie sind kein Roboter
Kurzes Kopfrechnen zeigt uns, dass Sie kein Roboter sind.

Auswahl
Alle der unten angegebenen Newsletter
Alle hausärztlich relevanten Ereignisse und News
Nur Meldungen aus der (Berufs-)Politik
Nur Praxiswissen (Abrechnung, Organisation)
Nur Meldungen aus Medizin und Wissenschaft
Neue Spickzettel, Checklisten u.ä.
Inhalt und E-Paper neuer HAUSARZT-Ausgaben

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl ändern/abbestellen

Wenn Sie für Ihr bestehendes Newsletter-Abo andere Themen auswählen oder den Newsletter abbestellen wollen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an und wählen Sie die gewünschte Funktion. Wir senden Ihnen dann eine E-Mail zur Bestätigung.

Nach oben